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Eigenbau Ein 8x8x8 als Langzeit-Projekt

Lifthrasir

Mitglied
Hallo Zusammen!

Nach langer Schaffenspause (Umschulung) bin ich wieder an diesem - wirklichen Langzeitprojekt - dran. Richtig pausiert habe ich nicht, Planung, Materialbeschaffung und Anschaffung von Werkzeugen haben mich die 2 Jahre beschäftigt. Und auch immer wieder neue Ideen, aber letztendlich bin ich doch zum Grundgedanken zurück gekommen um mir bei meinem ersten Projekt diesen Levels nicht zu viel zuzumuten.
Bei der Planung bin ich schon wieder auf Probleme gestoßen und würde zu meinen Lösungsansätzen eure Ansichten hören oder gerne auch andere Lösungen bekommen. Bilder sagen mehr als tausend Worte. Hier mal Ansichten zu dem aktuellen Stand.
Chassis 04.png

Die Idee beide Achspaare als Pendelei aufzubauen habe ich erst einmal verworfen. Die Achsen sind immer noch die Fimonda Diamond Achsen mit auf den Achsen montierten Low Profile Lenkservos. Der Rahmen wird sich ändern, ich möchte ein Aluminium Bosch Profil 40x10 Typ I5 nutzen, Abmessungen 900mm x 90mm (innen 70mm) x 40mm. Mit diesem Profil kann ich die Komponenten auf 2 Ebenen verbauen.
Chassis 06.png

Chassis 07.png

Chassis 08.png

Mein aktuelles Problem liegt im Antriebsstrang. Wegen den Achsen, bei denen ich keine Möglichkeit habe mit Durchtriebsachsen zu arbeiten und einer begrenzten Länge des Modells (damit es noch Kofferraumfreundlich bleibt), habe ich einen Radstand des Achspaares von 220mm gewählt. Die Kardanwelle sind recht kurz und lassen keine große Bewegung der Achsen zu. Ich denke etwa 30mm sind drin, bis die Beugung der Kreuzgelenke zu groß würde. Als Neben-VTG habe ich das VTG ausgewählt, das den größten Abstand zwischen ein- und ausgehender Welle hat und so positioniert, das ein überwiegendes Drop Setup eingestellt werden kann.

Die nächsten Bilder zeigen mein Problem. Die Eingangswelle der Neben-VTG ist dennoch recht tief und befindet sich auf dem Level der Lenkservos, die sich auch noch um etwa 10mm weiter nach oben bewegen können. Um einen Weg zum Haupt-VTG zu bekommen müsste ich eine Stufe von etwa 30mm hin bekommen.
Chassis 05b.png

Chassis 09a.png


Bisher habe ich nur den Einsatz von zusätzlichen Kardanwellen und einem "Brücken-Block" für 5mm Wellen.
Block.png

Das Projekt fordert und hält mich in "Atem", aber es macht viel Spaß. Über Ideen von euch würde ich mich sehr freuen! Danke!
 

Lifthrasir

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Hallo Tom,

danke für deinen Vorschlag!

Dabei gäbe es jedoch das Problem, das die Achsen verschränken und das VTG einen festen Sitz hat. Die Verbindung zwischen den Neben-VTG's zwischen Achse 1 und 2 sowie Achse 3 und 4 und dem Haupt-VTG, welches in der Zeichnung noch fehlt, wären auch von starrer Natur. Sollte eine Lösung mit Kardanwellen und Brücken-Block nicht funktionieren, könnte ich auch Zahnriemen einsetzen um den "Höhenunterschied" zu überwinden. Diese Lösung möchte ich jedoch vermeiden, da die Übertragung per Zahnriemen offen gestaltet werden müsste und somit anfällig gegen Dreck und Steinchen wäre.
Nach bisheriger Betrachtung scheint der Einsatz einer Kardanwelle möglich und für mich der Weg den ich nach Material und Möglichkeiten realisieren kann.

Ich bin mir auch noch nicht sicher, welchen Antrieb ich nehmen soll? Zur Verfügung steht das große Tamiya Bruiser 3-Gang Getriebe oder ein Tamiya 3-Gang LKW Getriebe welches ich aber nicht zu meinen Favoriten gehört (offen und Kunststoffzahnräder). Weiterhin habe ich ein oder zwei stufige Planeten Getriebe mit einem externen VTG.
Besonders stellt sich mir die Frage, reicht ein 540er BL Motor als Antrieb oder muss etwas Größeres her?
 
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Onkel_Tom

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Ich hatte bei meinem KAT zumindest mal eine ähnliche Idee. Ständig hatten die Kegelräder, gerade an den Durchgangsachsen, akuten Zahnverlust. Meine Idee war jede Achse separat ans VTG zu montieren.
Im Endeffekt waren die Diffs für den Bock wohl zu klein dimensioniert, denn auch danach war der KAT nur sehr eingeschränkt geländefähig. 11kg sind ja auch schon eine Hausnummer...

Screenshot_20250807_080044_Facebook.jpg
 

Lifthrasir

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Okay, das Bild erklärt vieles. Du hast keine direkte Durchtriebsachse gebaut, sondern bei den inneren Achsen mit zusätzlichen Kardanwellen und einen in den inneren Achsen 2 und 3 integrierten "Brücken-Block" einen Durchtrieb zu den Achsen 1 und 4 gebaut. Diesen "integrierten Durchtrieb" für Achse 2 und 3 umgehe ich durch die Neben-VTG's der Achspaare 1/2 und 3/4.
Wie der ganze Antriebsstrang auf Belastung reagiert ist ebenso fraglich ob ein 540er Motor reicht. Die Hypoid Getriebe der Achsen sollten standhalten, die Neben-VTG's eigentlich auch noch, denn bis dahin gesehen wären es zwei Fahrzeuge (zumindest wenn alle Räder Bodenkontakt haben). Spannend wird es dann bei dem Haupt-VTG und Motor/Getriebe Einheit - und wenn im Gelände Achsen ohne Bodenkontakt sind.
 

Onkel_Tom

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540er mit 3÷1 Untersetzung. Der hat soviel Kraft das er die 11kg locker bewegt. Die Diffs haben es nicht ausgehalten. Hab dann auf 8 Einzelmotoren umgerüstet. War günstiger als Stabile 1/10 Achsen.
 

Lifthrasir

Mitglied
Herzlichen Dank für die Einschätzung und Erfahrungsaustausch zum Motor, das hilft mir weiter! Dann kann ich auch über den Einsatz der Planetengetriebe nachdenken, wobei es dann eher das 2-Stufige Planetengetriebe wird, denn der Abgang ist eine 5mm Welle, bei dem 1-stufigen Getriebe hat die Ausgangswelle 3,17mm. Das Haupt-VTG kann in 2 Gängen geschaltet werden, die Neben-VTG und die Hypoid Getriebe an den Achsen haben auch noch Untersetzungen, die Gesamtuntersetzung müsste ich mal ausrechnen.
 

Lifthrasir

Mitglied
Das ist das 1-stufige Planetengetriebe mit der 3,17mm Welle, gibt es auch als 2-stufiges Planetengetriebe dann mit einer 5mm Welle. Ich habe beide, können auch beide kombiniert werden, wenn das 1-stufige vor das 2-stufige gesetzt wird, weil die Motorritzel (Modul 0.7) nur auf 3,17mm Wellen passen. So zum Beispiel
IMG_8171.JPG
 

Hasi

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Vielleicht helfen ja die Bilder von meinem Lesu-Abroller - der ist zwar "nur" 8x4, aber das Antriebskonzept an sich ist ja das gleiche.
Die Achsen arbeiten mit einem Durchtrieb und einem Vorgelege - die Antriebswelle geht also durchs Achsgehäuse durch und treibt die "Durchtriebsachse" über ein Zahnradpaar im Vorgelege an.
Ist das hier keine Option oder gibt's da keine Möglichkeiten?
Das sollte auch mit Verschränkung funktionieren.

Hier sieht man eine Achse auch nochmal etwas besser in den Produktbildern: Lesu angetriebene sperrbare Antriebsachse mit Durchtrieb 1:3 Tamiya LKW 1:14 Metall


Gesamtansicht:



Vorderachse:



Verteilergetriebe (den Hilfzylinder ignorieren, der ist für den Abrollaufbau):



Hinterachse mit der Pendelei, ähnlich wie beim Projekt hier:
 

RCRapp

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Detlef, ein sehr interessantes Projekt. Nicht einfach zu realisieren, denke ich. Frage: für deine Planung benutzt du da ein CAD (ggf. welches?) oder woher stammen deine 3D Entwürfe?
LG Rolf
 
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Lifthrasir

Mitglied
Vielleicht helfen ja die Bilder von meinem Lesu-Abroller - der ist zwar "nur" 8x4, aber das Antriebskonzept an sich ist ja das gleiche.
Die Achsen arbeiten mit einem Durchtrieb und einem Vorgelege - die Antriebswelle geht also durchs Achsgehäuse durch und treibt die "Durchtriebsachse" über ein Zahnradpaar im Vorgelege an.
Ist das hier keine Option oder gibt's da keine Möglichkeiten?
Danke für die Bilder! Ob solch eine Version, doch Durchtriebsachen zu nutzen möglich wäre, lasse ich mir mal durch den Kopf gehen. Auf die Schnelle sehe ich Probleme, einmal das die Lenkservos auf der Achse verbaut sind, die Befestigungsposition der oberen Links und der Aufbau der Diamond Achsen. Bei den Lesu Achsen ist der Gedanke des Vorgeleges zum Differential in die Konstruktion eingeflossen, bei meinem Chassis müsste ich das extra einplanen. :unsure: Wie gesagt, ich mache mir mal Gedanken darüber. Danke für eure Hilfe!

Detlef, ein sehr interessantes Projekt. Nicht einfach zu realisieren, denke ich. Frage: für deine Planung benutzt du da ein CAD (ggf. welches?) oder woher stammen deine 3D Entwürfe?
Danke! Für meine Entwürfe nutze ich SketchUp, eine kostenlose Software, aber ohne Slider-Funktion, sprich ich könnte meine Daten nicht für einen 3D-Drucker nutzen. Für die Zukunft wünsche ich mir einen 3D-Drucker und müsste dann natürlich auch auf ein anderes 3D Zeichenprogramm umschwenken. Aber um zu sehen wie die einzelnen Bauelemente miteinander zusammenarbeiten geht es.

P.S. Mit SketchUp zeichne ich einzelne Komponenten, wie z.B. Achsen, Stoßdämpfer usw. richte sie entsprechend der Einbaulage aus und setze dann die Komponenten zusammen. Etwas kompliziert, aber es geht und ich arbeite schon seit mehreren Jahren mit SketchUp 2016.
 
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RCRapp

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@Lifthrasir
Detlef, falls du das kostenlose SketchUp Make benutzt und hast kein STL PLUGIN für Druckdateien, kann ich dir einen Link geben, wo du es bekommst. Hier:


Ich arbeite auch mit SketchUp Make und zeichne damit u.a. Karosserien und technische Teile zum Drucken. Habe einen Bambu Lab Drucker.

Schau mal hier was ich z. T. mit SketchUp entworfen habe, insbesondere den Defender:

 
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Lifthrasir

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Moin Rolf,

Danke für deine Hinweise zum 3D-Druck! Das ist schon ein interessantes Thema und die Möglichkeiten im Modellbau, etwas selbst zu bauen, erhöhen sich potentiell.
Als ich in China lebte, habe ich in meiner Freizeit mit SketchUp einige Ideen gezeichnet, um sie einfach aus meinem Kopf zu bekommen. Später habe ich eine Kaufversion von SketchUp auch beruflich genutzt. Kollegen aus meinem Team haben meine Zeichnungen dann in STL-Dateien für den 3D-Druck umgewandelt. 2014 gewann der 3D-Druck meines Erachtens enorm an Popularität, wir hatten einen ProJet-660 in unserem Innovation-Center, beim Kauf bekamen wir zusätzlich einen CUBE als Geschenk. Ich vermisse die Zeit im Innovation-Center, der Workshop war mein Traum, den ich dort verwirklichen und zumindest einige Zeit nutzen konnte.
Workshop.jpg

Für mich ist 3D-Druck privat noch kein wirkliches Thema, bisher nur ein Wunsch für die Zukunft. Privat nutze ich die Version SketchUp-2016, obwohl - ich habe mir das Programm gerade mal bewusst angeschaut, scheint es diese SketchUp-Make Version zu sein, als Freeware scheint es seitdem kein Software Update zu geben? Ich werde mir deinen Link mal ansehen. Danke!

Den Aufbau/Karosserie für mein Projekt plane ich nach wie vor aus ABS Platten zu bauen, denn es soll immer noch den Charakter eines Expeditions-Fahrzeuges oder eine Art Bugout Vehicle bekommen. ABS Platten und PMMA Platten in 2mm und 1mm Stärke befinden sich schon im Zuge der Material Beschaffung in meinem Fundus.
In den letzten 2 Jahren der "Untätigkeit" habe ich einiges an Material und Ideen zusammen getragen - viel zu viel für ein Anfangs-Projekt. Mit diesem Projekt möchte ich meine ersten Erfahrungen machen, auch wie sich das Modell als solches dann im Gelände bewährt. Aus dem Grund möchte ich Komponenten, wie das Tamiya Bruiser 3-Gang Getriebe für ein nächstes Projekt zurück stellen, bei dem ich dann doch die eine oder andere Idee ausprobieren möchte. Vielleicht gibt es bis dahin auch Traxxas TRX-4 Lenkachsen als Durchtriebsachsen? Ich würde einen 8x8 von Traxxas jedenfalls begrüßen, denn wenn Traxxas etwas raus bringt, dann ist es durchdacht und ausgebrütet.
 

RCRapp

Mitglied
Detlef, wir kennen uns aus dem anderen Forum, da habe ich mir einige Ideen bei dir geholt, speziell aus deinen TRX4 Projekten. Bin gespannt wie es bei deinem 8x8x8 weitergeht.
LG Rolf

PS: es gibt auch eine aktuelle Free Version von SketchUp, "SketchUp Free", läuft online im Browser, man muss nix installieren und kann sofort loslegen. Die kann von Hause aus STL Druckdateien, ist unterm Strich aber weniger komfortabel als dein SU Make 2016. Hier der Link:

 
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Lifthrasir

Mitglied
Moin Rolf!

Detlef, wir kennen uns aus dem anderen Forum, da habe ich mir einige Ideen bei dir geholt, speziell aus deinen TRX4 Projekten. Bin gespannt wie es bei deinem 8x8x8 weitergeht.
Ich denke es gibt so einige User die mich anhand meines Nick und Schreibstil aus dem anderen Forum kennen. Danke, wenn ich inspirieren konnte, das macht doch das Dabeisein in einem Forum aus - oder? Ich mag den Austausch mit anderen Usern und besonders die Schwarmintelligenz zum Finden von Lösungen! Danke!

Das aktuelle Projekt finde ich sehr interessant und spannend, es gibt viel zu lernen, die grauen Zellen bleiben tätig. Es gibt immer wieder neue Ideen. Ich denke das Chassis ist in der Theorie fast fertig durchdacht. Wie es dann mit der praktischen Umsetzung wird, werde ich sehen. Ich habe mir kürzlich eine große Kappsäge geleistet, nun möchte ich noch den Anschlag umbauen um au8ch kleinere Teile sicher zu bearbeiten - ohne meine Finger mit in die Bearbeitung einfließen zu lassen. Der erste Versuch war nicht zufriedenstellend.

Mit dem SketchUp Versionen und der Ausgabe von STL Dateien werde ich mich dann auseinander setzen, wenn der Kauf eines 3D-Druckers anstehen würde. Zur Planung ist der Status Quo meines Erachtens ausreichend und ich weiß wie ich was erreichen kann - auch wenn es manchmal etwas kompliziert erscheint.
Ein Bekannter von mir arbeitet mit Solid-Works, was er damit anstellen kann ist schon toll! Dafür musste er aber auch 10.000 Euro hinlegen und einen Kurs absolvieren. Nun ja, er hat es als Industrie Designer auch beruflich gebraucht.
Alles was mit 3D und räumlichen Denken zusammenhängt, ist schon sehr interessant! Wäre ich jünger, wäre das ein Berufszweig in den ich gerne hinein schlüpfen würde. Während meiner Umschulung habe ich Leute kennen gelernt, die eine Weiterbildung im Bereich CAD Konstruktion absolvierten. Eine berufliche Zukunft in Deutschland zu finden, hat leider kaum noch eine große Chance, aber das ist ein anderes Thema, ich schweife ab.

Wenn ich den Umbau der Kappsäge erfolgreich abgeschlossen habe, werde ich mit dem Rahmen anfangen. Ich habe auch noch schöne Axial 2.2" Felgen, in die man 6 runde Gewichte einbringen kann. Auch dafür soll der Umbau der Säge sein, denn meine kleine Kappsäge von Proxxon schafft solches Material nicht, bei 10mm kommt sie an ihre Grenzen.
 

RCRapp

Mitglied
Detlef, ein wenig Nostalgie:
Erinnerst du dich noch an dieses Auto?

20250812_001201.png

Ich war damals ganz scharf auf die Karo und du hast mir aus deinem Fundus einen Lexan Body vom NuKizer besorgt. Den habe ich leicht umgewandelt - im Folgebild ist es das Auto links. Außerdem habe ich es als Vorlage für einen in SketchUp gezeichneten und dann 3D gedruckten Jeep Restomod genommen, im Bild das Auto rechts.

20250812_002853.png
Das war 2020. So trifft man sich wieder.

LG Rolf
 
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