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Praxisbericht Wie gut stabilisieren AR7200BX, Spirit und BD 3SX für Anfänger?

Dieses Thema im Forum "Stabilisierungssysteme" wurde erstellt von AllRadler, 23. Dezember 2018.

  1. AllRadler

    AllRadler Mitglied

    Ich habe mit dem sehr teuren Bavarian Demon begonnen, einen 450er zu fliegen. Die Anleitung dazu konnte man so leidlich verstehen nur die PC Oberfläche empfand ich als grauenhaft und von Nerds programmiert. Aber der Heli hob stabil ab und vorsichtige Rundflüge waren machbar.

    Dann sollte das System in einen anderen Heli transferiert werden und die Anleitung wurde erneut studiert. Vielleicht war das dann eine neuere Version, denn mir viel auf, dass der Gainwert für das Heck VOR dem aktivieren der Stabilisierung erflogen werden muss.
    Das ist aber eine für Anfänger völlig untaugliche Prozedur und hat mir eine neue Rotorwelle, Blattlagerwelle und ein Heckrohr gekostet. Damit endete dann die Zusammenarbeit mit BD.

    Dann sollte ein Blade 300CFX mit dem AR7200BX (integriertes BeastX) her, aber im Manual war nicht viel über die Wirkungsweise der Stabilisierung finden. Also wurden gebrauchte 300er gekauft und auf das mit drei Stabilisierungsstufen UND Rettungsfunktion programmierte Spirit System umgerüstet. Die Spektrum/BeastX Combo wurde jeweils auf eBay versilbert.

    Volltreffer! :thumbsup:

    Das Spirit FBL war genau was ich brauchte. Alles konnte incl. einer beliebigen Stabi-Stufe fertig eingegeben werden und dann locker der Gainwert für das Heck erflogen werden.
    So ist das auch was für Einsteiger.
    Die höchste Stufe der Stabilisierung heißt etwas abwertend „Coax“ und war der Grund, die mittlere Stufe „Stabi Normal“ zu wählen. Die benötigt aber schon etwas aktive Gegensteuerung um den Heli von der gegebenen Fluglage abzubringen. Nach einer Minute war wieder Landen und entspannen angesagt. Die untere Stufe „Stabi Acro“ habe ich nie getestet.

    Also dann mal auf „Coax“ zurück. Das ist die perfekte Stufe für Einsteiger. Lenkt man den initialisierten Heli auf dem Tisch etwas aus, dann hält das Spirit FBL die Taumelscheibe immer waagrecht. Bewegt man den Heli wieder zurück, dann bleibt die TS auch wieder waagrecht.
    In der mittleren Stufe bewegt sich die TS langsamer und mit geringer Verzögerung zurück. Darum muss mit den Knüppeln mitgeholfen werden.
    Ich gehe davon aus, dass in Stufe Acro keine Rückbewegung mehr vom System kommt und nur noch der Pilot steuert.

    In Stabi Coax ist die Rettungsfunktion der reine Luxus, da ein Loslassen der Knüppel und etwas mehr Pitch das Problem schon löst. Hat man sich im Stabi Normal verfranst, dann hilft ein Zurückschalten in „Coax“ mit Pitch-Unterstützung ebenfalls sehr gut.
    Die Rettungsfunktion ist m.E. nur für das Einstudieren von 3D Figuren unbedingt nötig.

    Dann aber die Neugier, doch mal das AR7200BX mit der vom Spirit gewonnen Praxis zu testen.
    Im Parameter Menü unter Punkt „B“ wird das Steuerverhalten ausgewählt.
    Das ruhigste Ergebnis kann von der „normal“ Stufe (LED violett) erwartet werden.
    Es sollen aber laut Beschreibung keine weiteren „Dämpfungen“ im Sender hier kombiniert werden.
    Die unterschiedlichen Hebelverhältnisse an einer 120° Taumelscheibe führen aber dazu, dass Nick gut zu beherrschen ist, aber man als Einsteiger mit Roll schnell Probleme bekommt.

    Also wurde die Einstellung „Sender“ gewählt (LED blau).
    Dabei können unterschiedliche Werte für Nick und Roll für Expo und D/R eingegeben werden.
    Das ist aber die einzige Möglichkeit dieses System „zahmer“ für Einsteiger zu machen.
    Einen Einfluss auf die Rückstellgeschwindigkeit der TS gibt es nicht.
    Damit fehlt beim BeastX ebenfalls die Eignung für Einsteiger komplett.

    Es zeigt sich nun, welchen weiten Einsatzbereich das Spirit FBL abdeckt. Es kann vom Einsteiger bis zum Vollprofi auf alle Erfordernisse abgestimmt werden.
    Durch regelmäßige Updates der Firmware werden immer neue Funktionen und Kundenwünsche eingearbeitet und seit einigen Monaten ist sogar ein GPS Sensor in das System integrierbar.
    Hier wurde wohl auch für einen gewerblichen Einsatz vorgearbeitet.
    Normale Heli‘s können damit auch vorprogrammierte Bahnen abfliegen, sind aber kostengünstiger und heißen vor Allem nicht „Drohne“.:cool:
     
    Benny77, klaus52 und BAXL gefällt das.
  2. BAXL

    BAXL Moderator Mitarbeiter

    Tolle Zusammenfassung, danke dafür :thumbsup:
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Dezember 2018
  3. AllRadler

    AllRadler Mitglied

    Ist mein Weihnachtspräsent für's Forum und auch dass es im Helisektor nicht ganz so still und andächtig ist.
     
  4. Benny77

    Benny77 Mitglied

    Dass das Spirit ein Top-FBL ist kann ich auch unterstreichen. Ich fliege es nun seit ca. 3,5Jahren und bin auch hochzufrieden:thumbsup:
     
  5. AllRadler

    AllRadler Mitglied

    NACHTRAG:

    Ich hatte heute nachmittag noch eine Gelegenheit, den 300er CFX mit dem BeastX Stabi zu fliegen.

    Die D/R habe ich für alle Achsen auf 60% und Expo auf 30% gestellt, um zu testen, wieviel "Valium" man dem BX verpassen kann.

    Das Schweben am Ort war so keine schwere Übung mehr, aber beim Rundflug kann der Kurvenausgang bei so einem kleinen Heli zum Problem werden.

    Da sich durch das langsame Rückbewegen der TS der Kurs oft nicht mehr eindeutig "vorausberechnen" lässt, muss man nachkorrigieren. Das sieht dann etwas "unrund" oder gar "eckig" aus. Aber mit viel Übung kann man das bestimmt erlernen.

    Wenn der Helli jedoch Kurs Richtung Boden nimmt, dann bleibt nur noch ein Stoßgebet, da keinerlei Rettungsfunktion an Bord ist. :eek:
     

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