Diskussion Unterstützung für höhere Teilnehmerzahlen im „Competition“ Bereich

Hallo Zusammen,
ich würde gern fragen bzw. diskutieren, warum der „Competition“ Bereich solche Nachwuchsprobleme hat und was die größten Hemmschuhe sind, die gegen eine Teilnahme bei Rennen oder Rennveranstaltungen allgemein spricht.


Einleitung:
Immer mehr Vereine in Deutschland schließen und neue Strecken auf zu bauen wird immer schwieriger.

Natürlich ist mir bewusst, dass es auch Bereiche im Modellbau gibt, die Nichts mit dem „Competition“ Bereich zu tun haben. Also wenn ich mir z.B. die Threads ansehe, wo jemand alte Modelle Aufbereitet und die neu lackiert… Hut ab.

Man kann auch Abneigungen gegen den Bereich haben… ich habe keine und finde es bedauerlich das immer mehr Vereine aufgrund Mitgliedermangel oder eben Beteiligungsmangel an Veranstaltungen schließen. Wie es im Boots- und Flugbereich ist, weiß ich nicht… nicht mein Bereich.

Ich möchte hier den gesamten Bereich betrachten, nicht nur auf den Bereich OR8 eingeschränkt – in dem ich nun meine Heimat sehe -.

Ich selber habe diesen Thread hier eröffnet und kann nach nun 1 ¼ Jahren sagen… ich fühle mich wohl und verstehe nicht mehr, wie ich ohne den Raceing Zirkus fahren konnte.


Frage:
Nun meine Frage, was meint ihr hier im Forum, was könnten weitere Ängste und Hemmschwellen sein? Warum beteiligen sich wenige an den üblichen Competition Veranstaltungen.
Anders gefragt, wie und mit welcher Aktion könnte man hier den Vereinen helfen / diese unterstützen?
Würde ggf. ein Transponder / Modellverleih oder ein Patensystem hilfreich sein?
Wäre ein Patensystem überhaupt möglich?

Einige hier im Forum sind ja bereits „alte Silberrücken“ in dem Bereich und nun komme ich „Neuling“ da her und frage solche Sachen… Bitte nicht als Kritik an diesem Forum, dem DMC oder den Vereinen sehen.


Ziel des Threads und der Diskussion:
Ich würde gern Punkte sammeln, die einer Beteiligung im Bereich Competition im Wege stehen und auch Eure Meinung zu den oben genannten Unterstützungen. Sollte es zu einem auswertbaren Ergebnis kommen, so würde ich gern hier weiter unterstützen… ggf. mit einer Homepage oder so etwas.



Bitte beteiligt Euch, jede Meinung ist wichtig...
 

speedbraker

Mitglied
Wenn ich mal für mich persönlich sprechen darf. Ich habe und hatte in anderen Bereichen genug "competition" und genieße daher das ruhige und entspannende am Basteln.
Daher kommt für mich keine Rennsportkarriere in Frage ;)
 
Danke für dein Feedback, kann ich verstehen… habe ich persönlich so noch gar nicht betrachtet – ehrlich gesagt…



Also wenn man nun denkt, im „Competition“ Bereich geht es nur mit Stress zu und halt eiskalt und unsympathisch und es würde eine unpersönliche, unfreundliche und Konkurrenz orientierte Gemeinschaft sein…

- Ich kann nur für den OR8 Bereich sprechen, weiß aber das es im OR5 und ORE8 Bereich ähnlich ist… also in den meisten Offroadbereichen… -


Ganz klar:

Das Gegenteil ist der Fall…
Wolf schreibt es hier im RMV Artikel ganz passend… die „Männer mit Ihren fliegenden Kisten“. Es ist wie eine große Familie….
Es wird sich untereinander geholfen und gute Fahrer geben – wenn man sie fragt und sie selber nicht grade im Setup / Reparatur Stress sind – Tipps und Hilfestellung. Es ist z.B. Usus das auch Profi Fahrer bei den Hobbyfahrern aus dem eigenen Bekanntenkreis als Boxengassen Crew bereit stehen und umgekehrt.

Man kann es wirklich schwer in Worte fassen… wenn man nach Hilfe fragt, wird einem geholfen.
Wenn man aber lieber am Rand des Geschehens an der Ecke sitzt und für sich sein will, wird man in Ruhe gelassen.

Es ist irgendwie, wie eine große Familie.



Es ist wenn, dann doch positiver Stress… Freude auf den ersten Trainingslauf, man schaut ob man sich selber – gegen seine eigenen Fehler – verbessert hat…

Nur auf dem Fahrerstand ist etwas von direkter Konkurrenz zu spüren, bleibt aber im erträglichen Rahmen.


OK... aber darum soll es ja nicht im Thread gehen...
Lasst uns weiter nach Gründen und Aspekten suchen die jemanden vor der beteiligung abschrecken oder einfach daran hindern.
 

aircooled

Autor
Nun meine Frage, was meint ihr hier im Forum, was könnten weitere Ängste und Hemmschwellen sein? Warum beteiligen sich wenige an den üblichen Competition Veranstaltungen.
Tja, gute Frage, schliesslich will sich der Mensch schon immer irgendwie mit anderen messen, egal in welchem Bereich. Und die EINE Antwort auf deine Frage wird man wahrscheinlich nicht finden.

Ich habe diesen Thread mal zum Anlass genommen mich über ein mögliches Rennen zu informieren, bei dem ich mit meiner Tochter in den nächsten 2-3 Monaten teilnehmen könnte. Das Ergebnis: 0!
Die dürftigen Homepages oder Facebook Auftritte der Vereine helfen da nicht gerade und auch wenn ich bereit wäre 150 oder mehr Kilometer zu fahren und auch eine Nacht im Hotel zu investieren (und welche Eltern machen das heute schon!), das Angebot ist trotz zahlreicher Strecken (mehr Strecken als ordentliche Händler!) recht dürftig. Meist macht mir das Reglement einen Strich durch die Rechnung. Denn meine Tochter hat halt nun mal einen Reely Dune Fighter und der passt so wie er ist weder in das ORE4WD Reglement, noch in die LRP oder Tamiya Markenpokale.

Damals als absoluter Einsteiger vor 30 Jahren, hat mich der Modellbauhändler meines Vertrauens darauf aufmerksam gemacht, dass es so etwas wie RC Car Rennen überhaupt gibt. Und er schickte mich zu einem örtlichen Verein, der 6-10 Rennen im Jahr auf wechselnden Strecken (meist eine große Wiese, in die eine Strecke gemäht wurde) als Vereinspokal organisierte. Da konnte jeder mitmachen, das Reglement beschränkte sich auf Massstab und Antriebsart und nur in den A-Finalen wurden Abmessungen und Gewichte der Fahrzeuge kontrolliert. Also konnte im Prinzip jeder mitfahren und so ernst betreiben wie er es wollte. Teilnehmerzahlen von 100-150 Leuten pro Wochenende und ein Deutscher Meister aus unseren Reihen haben gezeigt, dass das sehr gut funktionierte.
 

Mred1

Admin
Mitarbeiter
Ich habe da ganz andere Erfahrungen und Beobachtungen gemacht.

Beim Verein:
- es gibt viel Arroganz von Leuten die Modelle nur vom Feinsten haben
- Besitzstandsschut - neue sind ok, solange sie auf der Bahn nicht im Weg sind
- Vereinsmeier - spielen sich auf weil sie ja was zu sagen haben
- Aufgaben - keiner will Rennleiter oder ähnliche Aufgaben übernehmen

An der Strecke:
- übermotivierter Nachwuchs mit blöden Eltern
- Sieg und Erfolg über alles
- Materialschlacht

Mich persönlich wundert es nicht, wenn viele Leute, die in einen Verein schnuppern, nicht mehr kommen, weil sie unfreundlich behandelt oder blöd angemacht werden. Auch Leute, die erste Rennerfahrung sammeln wollen, lassen sich da häufig nur einmal sehen, weil sie festestellen, dass sie materialtechnisch keinen Auftrag haben und das drumherum mega stressig ist.

Meine Erfahrungen liegen im Verbrenner-Bereich 1:10, 1:8 und 1:5 On- und Offroad, zu unserer Wettbewerbszeit haben wir jede Menge Geld verbrannt und wir haben immer mit Maß und Verstand gewirtschaftet.

Klar kann man meine Erfahrungen nicht auf alle Bereiche, Vereine und Gebiete übertragen, aber es sind sicher Erfahrungen, die viele gemacht haben und eben Gründe, warum man sich nicht an einen Verein binden will und lieber just 4 Fun fährt oder fliegt.
 
Danke für's Feedback!

@aircooled:
Meist macht mir das Reglement einen Strich durch die Rechnung. Denn meine Tochter hat halt nun mal einen Reely Dune Fighter und der passt so wie er ist weder in das ORE4WD Reglement, noch in die LRP oder Tamiya Markenpokale.
Und wenn Du ein dem ORE4WD Regelwerk entsprechendes Modell "gebraucht" kaufst...

Damals als absoluter Einsteiger vor 30 Jahren, hat mich der Modellbauhändler meines Vertrauens darauf aufmerksam gemacht, dass es so etwas wie RC Car Rennen überhaupt gibt. Und er schickte mich zu einem örtlichen Verein, der 6-10 Rennen im Jahr auf wechselnden Strecken (meist eine große Wiese, in die eine Strecke gemäht wurde) als Vereinspokal organisierte. Da konnte jeder mitmachen, das Reglement beschränkte sich auf Massstab und Antriebsart und nur in den A-Finalen wurden Abmessungen und Gewichte der Fahrzeuge kontrolliert. Also konnte im Prinzip jeder mitfahren und so ernst betreiben wie er es wollte. Teilnehmerzahlen von 100-150 Leuten pro Wochenende und ein Deutscher Meister aus unseren Reihen haben gezeigt, dass das sehr gut funktionierte.
Aber im Grunde ist es doch in OR5 und OR8 Bereich als Hobbie Fahrer.



@Mred1

Zu den Vereinspunkten... Vereinsmeierrei, gibt es überall. Arroganz... habe ich bei den Vereinen wo ich auf der Strecke war, nicht erlebt. Meist helfen alle, aber ich erwarte auch eigentlich nur "Akzeptanz".
Zu den Strecken... Bei den Profifahrern, ja da hat man Materialschlachten udn bei den Rennen Finale, Halbfinale ist natürlich der Sieg wichtig...

Ich habe auch gehört, dass es wohl vor 6-8 Jahren einen Tiefpunkt in der Scene gab... einige regionale Cups haben dann das Prinziep der Profi- & Hobbyfahrer eingeführt... seit dem geht es... und das habe ich aus mehreren Quellen in sehr ähnlicher Ausführung gehört.

OK, weiter... welche Punkte noch.
 

aircooled

Autor
Danke für's Feedback!

@aircooled:
Und wenn Du ein dem ORE4WD Regelwerk entsprechendes Modell "gebraucht" kaufst...
Klar, das könnte ich. Aber da geht es mir eben wie vielen Papas: Da hat man dem Nachwuchs ein Fahrzeug für eine gewisse Summe gekauft und kaum will man mal mit Gleichgesinnten ein paar Runden im Wettbewerb drehen, muss man ein ganz anderes kaufen? Da ist doch was verkehrt!

Noch dazu weiss der uninformierte Online Shopper immer noch nicht welches Fahrzeug er sich dann kaufen soll

Aber im Grunde ist es doch in OR5 und OR8 Bereich als Hobbie Fahrer.
Zweites Problem: Auch als ehemaliger Wettbewerbsfahrer musste ich erstmal Google befragen was OR5 bzw OR8 ist. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
OK... daran sieht man, dass man sich - unweigerlich - dem Wording anpasst.

Wegen Fahrzeug... ja... schwer... wenn alle wüssten was Sie später mit den Modellen machen wollten und was nicht, dann würden viele Modellbauigeschäfte und auch das große C einige absatzprobleme haben...

OK... was gibt es noch für Gründe...
 

Mproper

Mitglied
Tja, wir waren letztes Jahr im März mal auf einer in der Nähe gelegenen Onroadoutdoorstrecke, mein frau und ich, haben einen 10er gezahlt , wegen Vereinsfremd und haben ein paar Runden mehr schlecht als recht gedreht... woher auch uns fehlte halt die Übung, dann im Sommer oder Ende Frühjahr sind wir dann dorthin zu einer Rennveranstaltung... einfach so zum schauen... vielleicht auch Kontakte knüpfen... das Zuschauen war interessant bis beeindruckend, weil dort Nachwüchsler die HPI Challenge fuhren , das heißt natürlich das das Anfänger waren nicht unbedingt alles junge leute. Dann in den schnelleren Klassen wurde es interessanter, weil schneller und spannender die Rennen, Durchs Fahrerlage sind wir natürlich auch, leider haben wir nur Kontakt zu Fahrern aus der Fremde, also welche die dort nur fuhren gehabt, nicht weil wir wenig Kontaktfreudig sind, sondern weil es einfach schwierig ist reinzukommen. Der Fremde, ein Bayer war ok, hat tips gegeben, obwohl wir beide nur tt01 fahren,
Das war unser bzw mein Eindruck von der hiesigen Szene, obwohl die auch schon etwas weiter weg ist, das waren rund 45 km und fast eine Stunde Fahrt ( es ist hier recht ländlich)

Dann ist es auch so, das sowas wohl nur für Jüngere Leute ist, ich möchte da eigentlich recht spontan bleiben und das nur als ein Hobby von einigen haben, welches mit wenig Stress und wenig Verpflichtungen zu tun hat.
Messen mit anderen?? Ja kann man machen,wenn sich mal eine Gelegenheit bietet, muß aber nicht, zumindest im Moment nicht... Vielleicht liegt es auch daran, das man heute per Internet sich schlau machen kann, ich kann mich erinnern, als Kind hieß es: da ist ein Modellflugplatz, das waren 7 Km, die sind wir mit dem Fahrrad gefahren, um das zu sehen und beim dritten oder vierten besuch hat man sich dann getraut die leute anzuprechen, weil man die schon vom sehen kannte... das war dann aber auch die einzige Möglichkeit sich an das Thema heranzutasten... Ok, damals war auch unsere "Bibel" der Graupner und Robbe katalog... es gab ja auch noch nicht das schier unüberschaubare Angebot im Netz...
Bei Jüngeren Menschen bzw ganz Jungen komtm es ja auch drauf an, ob die Eltern mitspielen.. später muß halt dann die Familie mitmachen
Dann kommt natürlich auch das Finanzielle dazu... bei den kids sind dann wieder die Eltern dran...
Wenn ich dran denke, meine erste Anlage war gleich eine sehr gute, eine Simprop 7 Kanal Sam Expert die hat 1050Dm gekostet, offiziell.. Ok fürs Fliegen, aber da mußten die Eltern sponsoren und der Papi den Bub dann Fahren, bis er dann ein Hänger fürs Rad hatte.. heute je nach Entferung gehts nur mit den Eltern, oder eben, dann ist das Auto halt unterwegs..hat ja nicht jeder mehrere Autos, dann ist heutzutage auch die Freizeit knapper, komisch, ist aber so, in den 90 und den 00ern hatten wir noch 36 Stunden Woche nun wieder 40 stunden... das alles wird wohl bei anderen Leuten auch so sein...
Oder lieg ich damit falsch?
 

aircooled

Autor
Vieles wurde ja schon in der einen oder anderen Form genannt..

Je nach Gegend kein Verein/Strecke, ggf. lange Anreise
da brauche ich schon eine sehr verständnisvolle Ehefrau oder Eltern die das auch unterstützen.​
Zu starke Reglementierung
Wie schon gesagt: Nahezu jeder steigt in das Hobby mit einem beliebigen Fahrzeug ein, will man dann jedoch Wettbewerbe fahren muss es eine bestimmte Fahrzeugkategorie sein, ein bestimmtes Modell oder Motor/Akku.​
Hohe Kosten
Schon als Grundausstattung für ein Rennen benötigt man mehr Equipment als der Durchschnittsfahrer daheim hat. Will man auch noch im vorderen Drittel mitfahren, kommt es schnell zur Materialschlacht​
Hoher Zeitaufwand
da gibt es halt andere Hobbys die deutlich weniger Zeit in Anspruch nehmen​
Vereinsmeierei
Siehe Mred1​

Jetzt wo ich mich aber ein wenig mit dem Thema beschäftigt habe, fällt mir aber ein weiterer Punkt auf:

Mangelhaftes Marketing der Vereine
ich habe hier 2 Strecken in der Gegend, von den Vereinen hört und sieht man aber nichts. Weder auf FB, noch in Foren und auch nicht im Modellbauladen. Selbst der Bogenschützenverein erreicht mehr Aufmerksamkeit!​
 

yoshi

Betreiber
Mitarbeiter
Ich habe hier nur einen Modellflugverein ein paar km weiter, dann der nächste und noch einer, ... Vereine für Modellautos gibt es erst in Hamm oder in Paderborn. Also von mir aus je ca. eine Stunde Fahrt. Da muss ich schon lange an der Strecke sein damit sich das lohnt.

Nicht jeder misst sich gerne mit anderen. Ich sehe da keinen Sinn drin. Entweder ist man besser oder unterlegen. Wirklich sinnvoll ist das nur auf Augenhöhe. Aber wer ist schon genauso gut wie man selber?

Die Materialschlacht würde mich gar nicht stören. Ohne Kinder, Eigenheim und als Doppelverdiener drückt das Finanzielle nicht so sehr. Das sieht bei vielen aber sicher ganz anders aus. Schließlich sinkt seit über 20 Jahren der Reallohn in Deutschland. Auch wenn es die Leute ungerne zugeben, die Kohle sitzt sicher nicht mehr so locker wie früher.

Was mich an einem Vereinsleben am meisten stört sind die regelmäßigen Verpflichtungen. Schließlich will der Platz und das eventuelle Vereinsheim in Schuss gehalten werden. Als Schichtarbeiter muss man da passen.


Zum Thema Marketing: Das sehe ich genau so! Mein örtlicher Modellflugverein veranstaltet jedes Jahr eine Flugshow. Das ist mitlerweile eine feste Veranstaltungsgröße. Ich gehe da normal auch immer einen Tag hin, samt Freundin und Schwiegereltern in Spee. Und das auch schon, als ich mich noch gar nicht für den Modellflug interessiert habe.

Von den Minicarclubs hört man gar nichts.
 

spopok

Mitglied
Dann beteilige ich mich hier auch mal. Ich bin seit diesem Frühling Mitglied in einem Verein und habe bisher an zwei Rennen (OR8) teilgenommen.
Ich kann viele der hier genannten Gründe nachvollziehen und habe sie zum Großteil auch schon selber erlebt, bzw. bin immernoch von ihnen betroffen. Z.B. muss ich auch etwa 1 Stunde bis zur nächsten Strecke fahren.
Doch inzwischen macht mir das Rennen fahren so viel Spaß, dass ich bereit bin all diese Nachteile (Zeit, Geld...) in Kauf zu nehmen. Und ich denke da kommen wir zum springenden Punkt: Die Geduld der Neueinsteiger !
Es ist nun mal so, um bei einem Rennen einigermaßen mitfahren zu können, oder um überhaupt Spaß am fahren auf der Strecke zu haben, muss man auch fahren können und nicht jede Runde auf dem Dach landen und das braucht Übung und somit auch Geduld.
Ich habe beim ersten fahren auf einer Strecke nicht mal eine halbe Runde ohne Fehler hinbekommen - das war einfach nur frustrierend und hat keinen Spaß gemacht. Ich denke das ist der Punkt, an dem viele Einsteiger dann schon wieder aufhören und lieber wieder "bashen".

Was ich nicht nachvollziehen kann sind die Vereinsbezogenen Gründe (ich hatte noch nie das Gefühl unfreundlich behandelt zu werden, musste noch nie irgendetwas für den Verein machen - alles auf freiwilliger Basis und hatte noch nie etwas von Vereinsmeierei mitbekommen), aber das ist wohl auch Glückssache, ob der näheste Verein nun freundlich und rücksichtsvoll ist oder eben nicht.

Zudem sehe ich den Punkt "zu strenge Reglementierung der Klassen" nicht wirklich als ein Problem, denn trainieren und Streckenerfahrung sammeln kann man auch mit einem Modell, das nicht ins DMC Reglement passt. Merkt man nach einigen Stunden/Tagen Training, dass einem das ganze Spaß macht und man gerne Rennen fahren möchte muss man erst dann in besseres und dem Reglement entsprechendenes Equipment investieren, diese Investitionen ist man dann aber auch bereit zu tragen, da einem das ganze ja Spaß macht. Reinschnuppern in die Szene kann man aber auch mit einem x-beliebigen Fahrzeug.
 
Ich bin noch ganz neu, und über eine Facebook gruppe zum Thema hier gekommen.

ich fahre Competetion- mehr oder weniger. Tourenwagen 1:10 17,5t Elo. Strecke 800m entfernt, im Verein.

Problem ist halt das man (selbst bei TOP Material) keine chance hat auch nur ansatzweise mitzuhalten mit den Profis- da kommt schnell unmut auf.
Ein ordentlicher NEUER Tourenwagen liegt bei 800€ zzgl funke akkus lader usw. Eine stange Geld.

WIR empfehlen anfangs z.b. einen TT01 oder 02. dennoch ist man fix 500€ für alles los.

Geld ist SICHER ein Thema. Mit einem angesprochenem Reely kann man halt nicht mithalten- auch im onroad bereich nicht. Dann fährt man alleine auf dem Kurs was nach 3wochen langweilig wird....
 
Vorweg:

Vielen Dank für euer Feedback. Es sind wieder einige Punkte drin, die ich noch nicht so wahr genommen habe.


Ich glaube, einige Probleme sind eben auch sehr allgemein:
  • Das wir alle weniger Freizeit haben, das ist Fakt und betrifft alle Lebensbereiche.
  • Das heute das Geld nicht mehr so locker sitzt, betrifft den ganzen Bereich des RC Hobbys.
  • OK… das Jugendliche ein Problem haben, wenn Sie lange Anreisewege haben, das ist klar.





Kommen wir mal zu einigen Punkten, die ggf. von mir persönlich anders gesehen werden:

OK… um an einem Rennen teil zu nehmen, muss ich nicht in einem Verein sein. Ergo… man kann sich ohne - massive - Nachteile der Vereinsmeierei entziehen.



Hohe Kosten

Schon als Grundausstattung für ein Rennen benötigt man mehr Equipment als der Durchschnittsfahrer daheim hat. Will man auch noch im vorderen Drittel mitfahren, kommt es schnell zur Materialschlacht
Also um das kennen zu lernen brauche ich nicht mehr. Man könnte – in der Theorie - mit einem RexX ein OR8 Rennen mit machen, lediglich den Transponder benötigt man und das 4 WD Upgrade – ich nehme jetzt den RexX nur als Beispiel, der Generation X würde sogar nicht einmal – von der Optik - auffallen in der OR8 Klasse, nach einem 4WD Upgrade - . Ich würde sogar sagen, einer der Topfahrer (Top 10 DM) würde selbst mit einem solchen „einfach gehaltenen“ RtR Offroader im unteren Mittelfeld fahren.- Hier spreche ich nur vom OR8 und der Hobbieklasse -

Machen wir uns aber nichts vor, natürlich kommen die RTR Modellle bzgl. Motoren / Servos und Setupmöglichkeiten nicht an die Leistungswerte der Wettkampfmodelle, egal ob Elo oder Verbrenner. Also es wird schon so sein, als wenn man mit einem VW Golf in der DTM antritt.

Ein OR8 Modell was 2 Tankfüllungen ohne Absteller fährt und einen Transponder, mehr braucht man im Grunde nicht, Tisch und Stuhl… der Rest ist Luxus.

Ganz ehrlich, wenn man vorn mit fahren will, benötigt man eben auch Erfahrung und Können.... und verlässliches Material. (Also den besten Buggy der Welt natürlich!)



Entweder ist man besser oder unterlegen. Wirklich sinnvoll ist das nur auf Augenhöhe. Aber wer ist schon genauso gut wie man selber?
Klar… wer sich dem Wettkampf hin gibt, der kann auch verlieren. Aber ganz ehrlich, desto höher die Anzahl der gemeldeten Fahrer ist, desto hoher die Chance das eben einer dabei ist, der genau so „gut“ wie man selber ist.




Gut Marketing… da brauchen wir nicht drüber schreiben. Der DMC und viele Vereine haben kein, ein schlechtes oder sehr passives Marketing. Das ist leider so und selbst die Organisatoren der Cups wissen dieses, können es aber nicht - oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand - ändern.





OK… ich will aber nicht die Argumente „wiederlegen“. Ich freue mich über viele verschiedene Meinungen… vielleicht findet man weitere Punkte, damit man später eine Hilfe für Einsteiger in wirksame Maßnahmen umsetzen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gehen wir die Sache doch mal andersrum an- hier tummeln sich ja RC Car verrückte.

Nehmen wir an ihr habt eine Strecke in für euch akzeptabler reichweite. dort wird auch das gefahren was ihr wollte (on offroad, Elo, Verbrenner etc).

Was müsste dieser Verein euch bieten, das ihr dort eintretet?
Das wäre doch mal ein interessanter Ansatz...


Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen, das ich selber ebenfalls belächelt wurde, als ich mit nem RTR dort fahren wollte- was auch einfach nicht gut ging. zumindest war das was ich dort zusammenfuhr nicht das was ich wollte.

Ich fragte also viel, und besorgte mir ein Auto was dort besser fuhr- tadaaaa es fuhr besser. Welten besser.
Das ist jetzt 2 jahre her. ich kann (trotz weltmeister chassie) nicht mit den profis dort mithalten- mir fehlt die erfahrung, und ich hätte den XRay wohl schon on die ecke geworfen, wenn dort nicht die alten haudegen mir unter die arme greifen würden...

Das fahren ist ja auch nur das eine, das was da im Fahrerlager abgeht ja das andere. Anfangs ist man fremd, irgendwann ändert sich das... Man muss es auch mal so sehen: bei uns kommt 1x im Monat etwa jemand und will mal gucken. Seltener kommt mal jemand und will mitmachen. noch seltener bleibt er auch länger...

Eine Patengeschichte ist super- aber der pate ist vielleicht auch nicht immer da...
 

Kevman30

Mitglied
Da werde dann mal auch mein Senf dazu abgeben.
Habe selbst dieses Jahr angefangen an Wettbewerben der Klasse 1:8 Onroad(VG8) teilzunehmen auch dank der Hilfe und dem zureden von Leichtmetall(aus dem alten RcFourum).Kann Elektroman99 da nur zustimmen das einem immer geholfen wird wenn man Probleme hat.Es wird sich untereinander geholfen und Tips gegeben,aber auch mal gesagt das man selbst Falsch macht.So ging es mir beim 1ten Lauf in Senftenberg das ein Erfahrener Fahrer zu mir kam,und sagte hier wenn du die Kupplung so einstellst geht es viel besser oder wenn du das machst,dann Funktioniert das so und so...
Finde den Patengeschichte ebenfalls sehr interessant...nur würden es die Paten auch wollen,den diese sind an einem Rennwochenende ja meist mit ihrem Modell erst beschäftigt oder Konzentieren sich auch und wollen ihre Ruhe.
 

Mred1

Admin
Mitarbeiter
Ich sehe Zeit und Kosten als hauptsächliche Verhinderer:
Ein Verein ist zum Training ein muss da es mit Gastfahrgebühr zu teuer wird und viele es nicht gerne sehen, wenn man nur als Gast fährt. Die Aufnahmegebühr ist häufig sehr hoch und dazu kommen noch die Bahndienste.
Die Vor- und Nachbereitung des Models kommt zur Fahrzeit dazu und mit Schlamperei gibt es weder Fahrspass noch Erfolg bzw Fortschritte.
Für ein Wettbewerbs WE kommen noch 2 Tage für die Vorbereitung und Nachbereitung dazu. Kosten für Reifen, E-Teile, Fahrt, Verpflegung und evtl. Übernachtung.

Ich habe den Zirkus lange Jahre mit meinen Kindern mitgemacht, es war schön aber auch teuer und zeitraubend.

Man sieht es ja schon am Trend zu Elektro - leise, günstig und wartungsfreundlich. Schon der richtige Einstieg ins Hobby ist nicht einfach und ohne Verein und Heimstrecke wird der Einstieg in den Wettbewerb fast unmöglich.

Heute fahren wir Motorrad und Quad, ein Hobby das man überall und jederzeit ausüben kann. Ab und zu mal waschen und Kundendienst, fertig. Es fehlt uns einfach an der Zeit und spontan geht bei RC-Car nicht wirklich.
 

SledgeHammer

Mitglied
Ich war noch nie in einem Verein. Trotzdem fahre ich seit Jahrzehnten Automodelle.
Onroad und Offroad. Angefangen von Bürstenmotoren mit Nickelakkus
bis heute mit bürstenlosen Motoren und Lithiumakkus in Großmodellen.
 
Mmhhh….

Nehmt es mir nicht übel… aber… wir driften ab.

Ich würde gern alle Ängste, Gründe, Ursachen oder Faktoren wissen, die jemanden davon abhalten, an einem Rennen / einem Cup, einem Rennevent teil zu nehmen.



Ich selber habe mir schon ein paar Sachen notiert aus meinen Anfängen, kann man ja auch hier nachlesen.



Das Vereine „positive“ und auch „negative“ Seiten haben – ist klar.

Das sich unsere Freizeit nicht „mehr“ wird und das Gehalt nicht angemessen gestiegen ist… alles klar.

Mir geht es aber auch speziell darum, wie kann man die Vereine / Cup Durchführenden – meistens ja Vereine – unterstützen, so das mehr „Straßen-, Parkplatz, Wald- & Wiesen“ RC’ler zu einem Rennevent kommen.

Oder anderst:
Der Weltfrieden ist ein erstrebenswertes Ziel, aber beginnen wir beim Streit mit dem Nachbarn!
 
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