Produkttester Hochleistungsöl gesucht

StahlChemie

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Ist kein Spaß, die Bindemittelmatrix kann entflossenes Öl aufsaugen und wieder einbinden ;)
Hier ist ein normales Baumarktschmierfett auf Metallseifenbasis, also das durchsichtige und gelbe Zeugs
 

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S.nase

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Das sich Nanopartikel in aufgerauhte/beschädigte Laufflächen setzen können, kann ich mir schon gut vorstellen.

Normale KettenSchmiermittel sind klebrig, damit sie nicht heruntergeschleudert werden. Nur leider zieht die klebrige Oberfläche auch Dreck an. Es gibt ja auch eine Art Lacke mit Nanopartikel. Die trägt man dünnflüssig auf die Zahnflanken auf, und trocknen dann in dünner Schichtdicke auf den Oberflächen aus. Das funktioniert ja auch, aber der SchmierEffekt bleibt nicht lange erhalten, weil der von aussen eingetragene Deck, die Schickt Recht schnell wieder runter putzt.
 

StahlChemie

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Deswegen brauchen Nanopartikel auch eine kurze Einlaufphase, damit die Mikrorisse gefüllt werden und eine Schutzschicht entstehen kann. Ein echt zähes Fett sollte eigentlich Wasser draußen halten, Nanopartikel würden wohl nur den Schaden durch Fremdpartikel bremsen. Mehr könnte man da wohl nicht machen. Also würde das richtige Fett eher die Lösung sein, zu zäh und der Wiederstand für das Fahrzeug wird ein Problem. Da könnte ich nur mit einem temperaturstabilem Fett helfen, also Schwitzen und Erweichen im Sommer vorbeugen
 

S.nase

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Die Frage ist ja auch, ob die Nanopartikel in dem Mirkroriss eine weiter Rissbildung nicht sogar verstärken(Material Walkung). Aber zu Rissen soll es ja durch die Nanopartikel garnicht erst kommen.

Bei dem offenen Gelenklager stell ich mir das so vor; Man hat ein Gel in dem die Nanopartikel gleichmäßig verteilt sind. Das Gelenklager wird.einmal komplett in das Gel getaucht, und wieder heraus gezogen. An der äusseren Grenzfläche zwischen Gel und Luft, bildet das Gel eine dünne und elastische Haut aus. Reißt die Haut ein, "repariert" sich der Riss durch Luftkontakt von selber. So können Dreckpartikel nicht mehr von aussen in das "SchmierGel" eindringen, und es bilde sich keine "Schmirgelpaste", selbst wenn aussen auf der Haut Dreckpartikel liegen. Mit einem Lösungsmittel kann man die Gelenklager bei Reparaturen komplett von dem Geld säubern, und es nach der Reparatur wieder erneut auftragen.
 

StahlChemie

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Nanopartikel können keine Risse vergrößern, diese werden eher aufgefüllt was zu einer vergrößerten Lastenverteilung und weniger Verschleiß führt.

Leider haben wir immer das Problem mit dem Dreck/Sand. Sand kann den Schmierfilm verdrängen und in das Gelenk gelangen, also müsste man das Eindringen in den Schmierfilm verhindert. Hier sehe ich ZWEI Ansätze
1. Hochviskoses Fett, soll das Eindringen in den Schmierfilm verhindern und bei Bewegung den Schmutz nach Außen drücken. Auch hier könnte der Dreck das Fett vom Körper kratzen
2. Ein Gel/Fett welches extrem mit Trockenschmierstoffen gesättigt ist, bedeutet ca.80-140% höhere Dichte (vgl. normale Fette). Ich kenne jemand mit einem gelatiniertem PFPE Öl (nicht PTFE!), das wird in der Raumfahrt verwendet und ist sehr Overkill. Dazu könnte man noch günstige Nanopartikel geben, damit es auch bei einem Filmriss schmiert. Das Zeug ist aber teuer und ich hoffe sowas wird sparsam verwendet. Grundlos komme ich auch nicht an Proben, also müsste ich vorher einen Tester finden oder selbst einkaufen.

Das Problem mit dem Trockenschmierstoff an offenen Zahnrädern kann man eigentlich mal mit einem Lösungsmittelträger testen. Fettschicht extrem dünn halten, damit es noch einen Träger dür die Nanopartikel gibt. Die Schmierung wird also vom Feststoff übernommen und Fett hält alles am Platz
 

S.nase

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Ich könnte mir halt vorstellen, das die in den Riss eingedrungenen harten Nanopartikel, wie Keile wirken können. Durch die Bewegungen im Riss, rutschen die Nanopartikel immer tiefer in den Riss, und treiben den Riss so immer weiter auseinander. Aber vielleicht denke ich da auch einfach nur in einem viel zu großen Maßstab...ich bin halt Grobmechaniker.
 

StahlChemie

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Achso, nein :) Die Partikel sind weich und die Größenordnung ist komplett unterschiedlich. Der Vergleich Baum zu Zahnstocherkeil wäre sehr passend.
Mein Gemisch sorgt eher für eine Vermeidung von Rissen, weil der Abrieb mit Nanopartikel gezwungenermaßen geregelt entsteht. Also entstehen durch Benutzung keine richtigen Risse und Kleine werden gefüllt und wirken wie eine solide und glatte Oberfläche. Deshalb gibt es auch weniger Vibration mit Kugellagern oder Achsen
 

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S.nase

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Klingt einleuchtend, und das mit dem gelatierten Schmiermittel in Wellengelenken werd ich mal ausprobieren. Vieleicht hilft es ja den Deck bin den Gelenken fern zu halten.

Die höchsten Lagerbelastungen entstehen bei uns wohl in de AxialKugellagern von unseren BrushlessMotoren(z.B. 60K Umin,SMR625-ZZ ) und in den Achslagern(6K Umin+) am Fahrwerk. Das sind wahrscheinlich die sinnvollsten Testkanidaten für ein Hochleistungsschmiermittel.
 

FoxXxer

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Guten Tag liebes Modellbauforum,
ich arbeite gerade an der Entwicklung eines neuen Öles und wollte mich nach einpaar Testern umschauen.
Das Öl ist mittelviskos und enthält eine neue Art Nanopartikel, der Fokus liegt hier speziell an der Reduktion von Reibung und Abrieb bei extrem hohen Lasten, wobei Normalbedingungen auch keinerlei Problem darstellen.

Verfügbar wären 3 Proben a 6mL.

Ich freue mich auf eure Rückmeldung
Ich würde es auch testen wenn noch gesucht wird :)

LG
 

StahlChemie

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"Fett - Differentialtriebe" hast du Angaben von deinem Hersteller? Da nimmt man doch extremviskose Silikonöle. Falls Fett geht, würde ich von dem Hochleistungsfett bestellen, damit wir genügend für einpaar Anwendungen haben.
 

boggie

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Hallo,
korrekt, mit abgestuften Viskositäten zum einstellen der Sperrwirkung der Differentiale

Aber ich meine nicht im Differential, sondern außen das Sonnenrad und der Triebling. Da ist Fett immer stark gefordert. Es muss gut haften, da sich die Differentiale schnell drehen, und es muss sehr gut schmieren, da hier viel Leistung umgesetzt wird.

Gruß
 

StahlChemie

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Hört sich gut an, wieviel (mL) benötigst du so? Fett ist gut für den Hochtemperatureinsatz bis über 200°C, ist aber auch bei -40°C nicht hart. Hafteigenschaften etc. sind auch gut. Wenn du mir irgendwann mal 1-2Gramm von deinem eigenem Fett/Öl schickst, kann ich auch die Rosteigenschaften der einzelnen Produkte untersuchen.
Wenn ich mir die Preise für manche der HIER verwendeten Öle/Fette anschaue, bemerkt man 100% abzocke ;) Weshalb soll man für ein bescheuertes Spray 5000€ pro Liter zahlen wenn alles nur 20€ max kostet?
 

StahlChemie

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Zwei Tester haben ihr Öl schon bekommen, einen 3. kann man noch aufnehmen.
Ich kann wegen einem ausgefallenem Gerät erstmal kein neues Öl herstellen und müsste noch ca. bis zum 30.3 warten
 

StahlChemie

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Stimmt, also haben wir 3 Leute. Wo soll man eigentlich die Tests der User veröffentlichen? Eigentlich reicht doch dieser Thread oder muss das woanders hin?
 
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