Praxisbericht OMPHobby M1

Devil

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Hallo zusammen,
da der XK K110 und ich irgendwie keine Freunde werden konnten habe ich mich nach was anderem umgesehen.

Bei yt bin ich auf einen Microheli mit Direktantrieb aufmerksam geworden und nach einigem Lesen ist meine Entscheidung gefallen.

OMPHobby stellt momentan zwei Grössen von Microhelis her, den M1 und seinen etwas grösseren Bruder M2.
Vom Preis her sind diese Helis einiges von den günstigen XK-Modellen entfernt.
Für den M1 bezahlt man bei knallgut momentan 204,35€, für den M2 sind es 286,41€, beides in der BNF-Version.
Vom M2 gibt es noch eine leicht abgespeckte Version "Explorer" für 228,97€.

Der M2 ist mit seinen 40cm Rotordurchmesser sehr nah am Blade230s, den habe ich schon.
Den M1 kann man auch mal innen fliegen, also Geld gespart und genommen.

Bei den Modellen unterscheiden sich auch noch die Varianten in der Empfangstechnik.

Ich habe mich für die Variante mit eingebautem RX mit einem Protokoll von OMP entschieden, das kann entweder mit einem OMP-Sender, oder z.B. einer Radiomaster
mit Multimodul (aktuelle FW) betrieben werden.
Einfach um flexibel zu sein.
Zusätzlich hat man dann noch Anschlussmöglichkeiten für DSM(X) Empfänger und SBUS.
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Da ich den M1 mit meiner X10S von FrSky fliegen möchte, habe ich einen Archer M+ per SBUS angeschlossen.
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Die Verlegung der Kabel ist sicher noch anzuhübschen. ;)

Nun wollte ich mich weder mit irgenwelchen Zöllnern noch mit langer Wartezeit herumschlagen.
Bei der Amazone gab es den M1 zollfrei mit 2 Tages-Lieferung für 260 €, also zugeschlagen.
Gleich dazu noch 3 Originalakkus, einer wird schon im Heli geliefert.

a2.png

Die erinnern mich sehr stark an den alten Blade 130 im Redbull-Rumpf.
Mal sehen wie lange der Balanceranschluss hält.
Am Heli selbst hat man mit Kleber vorgesorgt.
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Der M1 kommt in einer netten Box aus stabilem Kunststoff, hat mir so gut gefallen dass ich Klettbänder zum Verschluss angeklebt habe.
box0.png

box1.png

Das Heck wird durch einen Brushlessmotor souverän angetrieben.
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Ein bissl Werkzeug und Ersatzschrauben sind mit dabei.
Für meine drei Zusatzakkus hat man sogar oben rechts schon Löcher gelassen. :thumbsup:
Woher wussten die dass ich drei bestelle?

Die Verarbeitung finde ich sehr gut und wertig, kein Vergleich zum XK (sorry) Murks.
Man schaue sich z.B. die Haubenhalter an.
h3.png

Auch der Rest der Mechanik macht einen soliden Eindruck, mehr weiss man nach den ersten alternativen Landungen. :D

Nachdem ich den Heli eingehend begutachtet habe ging es an die Programmierung des Senders.
Im Netz finden man da schon einige Beispiele, ich wollte aber mit dem neuen Betriebssystem ETHOS von FrSky einen eigenen Weg gehen.

Also habe ich mir die diversen OpenTX-Programmierungen mal angesehen und dann in ETHOS begonnen.
Kurz gesagt: Das dauert keine 5 Minuten, wenn man auf Schnickschnack verzichten mag.
  • Drei Flugphasen anlegen
  • Mixer für die benöigten 6 Kanäle einrichten
  • Ausgänge evtl. in ihrer Drehrichtung umkehren
  • HF-Modul einstellen und binden
Schon kann man losfliegen.

So einfach habe ich es mir (natürlich) nicht gemacht.

Der M1 verfügt - wie auch der XK K110 - über einen stabilisierten Modus.
Den nutzen manche Piloten als eine Art Rettungsfunktion, fand ich so gut dass ich es in meine Programmierung habe einfliessen lassen.

Ich habe folgende Flugphasen angelegt:
  • Normalmodus (stabilisiert)
  • IdleUp1
  • IdleUp2
Die Flugphasen werden mit logischen Schaltern der X10S bedient, zur Auswahl dient ein 3-Stufen-Schalter.
Mit einem Zugtaster kann ich jederzeit die Rettung einleiten.
Die sieht wie folgt aus:
  • Normalmodus aktivieren mit einer Pitchkurve von 0.
  • Nach 0,3 Sekunden Pitchkurve von 70 aktivieren.
Egal wie der Heli vorher lag, er wird die Rotorblätter nach oben nehmen und dann solange gerade nach oben steigen wie ich den Taster gezogen habe.
So entscheide ich selbst wann ich den Schrecken verdaut habe und die Kontrolle wieder übernehmen mag.

Geschichten wie Expo und D/R sind heutzutage ja keine Raketentechnik mehr und mit ETHOS sehr komfortabel einzustellen.

Nun aber ab in den Garten und hoch die Kiste.
Zunächst fällt das angenehme Geräusch auf, durch seinen Direktantrieb
Erstmal im stabilisierten Modus mit Kindergas in die Luft heben und schauen was passiert.
Das Ding fliegt aus der Box absolut problemlos, wie zu erwarten reicht die Leistung locker um kleine Windböen abzufangen.
Bei wenig oder keinem Wind kann ich die Knüppel ruhig mal loslassen ohne dass der Vogel im Busch landet.

Das läuft ja so gut, also ab in IdleUp1.
Fester Gaswert auf 65%, keine Stabilisierung, Expo auf 30% und D/R auf 70%, man weiss ja nie. ;)
Auch hier fliegt sich der Kleine wie ein Grosser, muss sich vor dem 230S nicht verstecken.
Da es nun leicht anfängt zu regnen fix nochmal auf IdleUp 2 mit 85% Gas und direkter Pitchkurve.
Öhm, da schalten wir mal fix wieder zurück, das Teil kann ja auch richtig biestig.:devilish:

Ich merke schon, da sind Reserven vorhanden, die ich mit meinen "Flugkünsten" noch nicht ausreizen mag.

Über detailliertes Flugverhalten und Akkuverbrauch kann ich noch nicht berichten, da warte ich mal auf besseres Wetter.
Insgesamt bin ich aber sehr froh mir den kleinen Heli gekauft zu haben, er scheint jeden Cent wert zu sein.

Vielleicht schreibe ich demnächst auch noch ein bissl was von der Programmierung.
Bis dahin könnt Ihr viele viele Videos auf yt ansehen. :D

LG,Micha
 
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Devil

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Hallo Uwe, ich meinte damit dass ich den Blade 230S schon habe, ein M2 dadurch nicht ganz so interessant für mich ist.
Aber wer weiss, vielleicht hole ich mir den M2 auch nochmal. ;)

LG, Micha
 

Devil

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Antwort:
Keinen Schimmer :ROFLMAO:

Spass beiseite, ich hatte noch keine Möglichkeit den M1 richtig zu fliegen, das Wetter.......
Den 230S habe ich auch schon eine Weile nicht geflogen, da warte ich immer noch auf die Distanzscheiben für die Carbonblätter.

Schauen wir uns aber mal die nüchternen Daten im Vergleich an.

Blade 230SOMPHobby M1
Hauptrotordurchmesser:560mm290mm
Blattlänge Hauptrotor:230mm125mm
Fluggewicht:339 gramm118 gramm

Da kann man fast schon sagen der M1 ist eine halbe Portion gegen den Blade 230S.
Ein Vergleich wäre also eher mit dem M2 richtig.
Trotzdem machte der M1 beim ersten kurzen Test einen stabilen EIndruck.
Geht wenn ich mich nicht grob täusche eher in Richtung Blade 230S und auf keinen Fall in Richtung XK K110.

Dieses Wochenende soll es ja endlich mal mehr als ein paar Minuten am Stück trocken sein.
Dann habe ich auch Gelegenheit mit beiden Helis mal ein paar Akkus zu leeren.
Ich werde dann von meinen Eindrücken berichten. ;)

LG,Micha
 

Devil

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Fliegt der OMP M1 besser als der Blade 230 S ?
Heute war hier schönes Flugwetter und ich konnte mit beiden Helis mal ein paar Akkus leeren.
Zunächst sei gesagt, dass ich eher den gemütlichen Rundflug pflege, 3D-Geschichten traue ich mich nur im Simulator. ;)

Nun zur Frage, natürlich mit einer recht subjektiven Antwort, weil jeder ja anders empfindet.
Mein 230S ist auch nicht so ganz im Originalzustand.
Neben dem Landegestell vom 450er Rex (danke @uboot ) habe ich nun auch die Karbonblätter vom 300er Rex verbaut.
rotor_rex300_1.jpegrotor_rex300_2.jpeg

Der OMP M1 macht auf mich trotz seiner kleinen Abmessungen einen stabileren Eindruck im Flug.
Bei kräftigerem Druck auf den Pitchknüppel kommt der 230S schonmal ins Gieren, der OMP zieht gerade hoch und das Heck bleibt da wo es ist.

Auch vom Geräusch her ist der OMP durch seinen Direktantrieb um einiges angenehmer.
Was soll ich sagen, der OMP fühlt sich an wie ein grosser Heli der mindestens genauso gut fliegt wie der Blade 230S.
Einzig die Sichtbarkeit ist beim Blade durch seine Grösse besser.

Das mag sich nun für bessere bzw. 3D-Flieger ganz anders darstellen.
Für meinen Flugstil ist der OMP M1 auf jeden Fall toll und macht sicher auch im Winter in der Halle mehr Spass als der 230S.

LG und schönen Restfeiertag, Micha
 

Datterich

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ja ich muss mich mal ernsthaft mit Sim auseinandersetzen...
ich bin etwas unsicher darüber was ich brauche ....
 

Devil

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Hallo zusammen,
heute habe ich mich mal dem M+ Empfänger gewidmet.
Von Anfang an hat mich gestört, dass ich lediglich per Telemetrie die Empfängerspannung bekommen habe.
Die Akkuspannung wäre mir lieber gewesen, dafür hat der M+ aber keinen separaten Eingang.
Im FrSky-Forum bekam ich den Tipp den M+ direkt mit der Akkuspannung zu versorgen.
Da der M+ bis zu 10V und der M1 lediglich mit 2S geflogen wird kein Problem.

Ich hatte den Empfänger ja unter dem Akkufach befestigt:
h4.png

Das klemmte immer etwas beim Anlegen der Haube, also habe ich gleich mal den Empfänger verlegt.
rx2.jpeg

So ist der Empfänger nicht mehr im Weg, ob ich den Stecker noch entferne und die Drähte direkt anlöte weiss ich noch nicht.

Die Spannungsversorgung kommt jetzt direkt von der Platine, da liegt die Akkuspannung an:
rx1.jpeg

Jetzt sieht man auf dem Sender auch die Spannung des Flugakkus:
main.jpg

Da muss man sich nicht mehr auf nen Timer verlassen, erste Warnung kommt bei 7V, die zweite bei 6,6V.

LG,Micha
 
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