Ich mache hier mal mit einer kleinen Vorstellung des Schützenpanzers Marder 1A3 weiter, den ich in meiner Bundeswehrzeit gebaut habe. Er war mein erstes Eigenbau-Kettenmodell. Ich möchte nicht extra einen neuen Fred aufmachen. Nach dem russischen Ackerschlepper K700A folgt ja ein Regal, wo die Modelle reinkommen:
"Regal folgt dem Baubericht"
Der hier kurz beschriebene Leopard 2A5 hat seinen Platz gefunden, den Marder habe ich heute entstaubt. Ich war von 1996-99 als Zeitsoldat im 1. Panzergrenadierbataillon 391 in Bad Salzungen als Fernmeldemechaniker unterwegs und fasste den Entschluß, ein Kettenfahrzeug zu bauen. So nahe kam ich nie wieder heran, alle Maße sind vom Original abgenommen und zumindest weitestgehend auch ins Modell in 1:10 eingeflossen. Das Modell ist HxBxL 320x350x700mm und wiegt rund 12kg.
Die Wanne ist aus 1,5mm Alu gekantet/geklebt/genietet/geschraubt. Die größeren Anbauteile fast alle aus Sperrholz.

Einblick hinten, auf der grauen Schaumstoffmatte lag der Fahraku aus Blei, das Sperrholzbrett tragt den Empfänger, die 5V Spannungsversorgung, einen Blinkgeber, ein Servo mit 2 Microtastern für die Beleuchtung. Die 2 Fahrtregler(nicht mehr da) wurden gesteckt und konnten somit in anderen Modellen genutzt werden. Der große, 2polige Kippschalter war zwischen den Motoren und den Reglern zur Sicherheit:

Als Antrieb dienen 2 Akkuschraubergetriebemotoren, über kleine Ketten auf die 2 Antriebszahnkränze, die 2 Relais waren parallel geschaltet und liessen die Bremslichter ausgehen beim Fahren:

Die Turmdrehmechanik. Der kleine Turm läßt keinen zusätzlichen Empfänger und Akku zu. Ich habe mir aus einer runden Leiterplatte, die mehrere "Ringe" hat und Relaiskontakten einen Schleifringübertrager gebaut:

Hier die Waffenwiege. Der Marder hat eine 20mm Bordmaschinenkanone mit achsparallelem MG3 mit 7,62x51 Natomunition. Über den Schleifringübertrager kann ich die Waffe richten und abfeuern. Als Waffe dient eine kleiner Schreckschussrevolver "Little Joe" im Kaliber 6mm. Dessen Hahn wird händisch über einen Hebel gespannt, abgefeuert über Servo, der Knall eben:

Der Kettenantrieb ist leider nicht dem Original entsprechend, aber nach meinen damaligen Möglichkeiten. Antriebszahnkranz aus Fahrradritzeln gefertigt, die Kette ist komplett entnietet und mittels Schrauben M3,5 wieder verbunden. Die "Kettenmittelstücke" aus Blech gebogen, gebohrt und als Mittenführungszahn je eine Mutter M4 hochkant hart aufgelötet, aussen mit Moosgummi beklebt. Die Laufrollen damals noch aus Alu drehen lassen, die Drehbank kam später. Die eigentliche Drehstabfederung wurde von aussen über federnde "Stoßdämpfer" realisiert.