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  2. Kandidat werden bei Die Modellbauer

Kleines Scaler Lexikon

Dieses Thema im Forum "Scaler & Trial" wurde erstellt von aircooled, 22. Dezember 2017.

  1. aircooled

    aircooled Autor

    Da Hersteller, Handel und Foren gerne mit Fachbegriffen um sich werfen, hatte ich mir überlegt ein kleines Lexikon, ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit zu starten. Über weitere Beiträge würde ich mich freuen, die gerne per Unterhaltung an mich senden :)

    Bevor ich den Rest alphabetisch gestalte, erst einmal die wichtigsten Dinge zuerst: die 3 Fahrzeuggattungen, mit denen wir es hier in der Regel zu tun haben und die auch gerne in einen Topf geschmissen werden

    Crawler
    Ein Crawler ist ein RC Fahrzeug für schwerstes Gelände, das sehr langsam auch extremste Felsen erklimmen kann. Oft ohne jede Karosserie, ist ein Crawler nur für diesen einen Zweck gebaut und keinem realen Vorbild nachempfunden.

    Es gibt natürlich auch Wettbewerbe (sog. Comps), bei den Crawler in verschiedenen Klassen abgesteckte Tore auf einem felsigen Parkour mit einem Zeitlimit durchfahren müssen. Fehler, wie Tore überfahren, Umsetzen des Fahrzeugs von Hand, Überschläge, etc werden mit Minuspunkten bestraft.

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    Quelle: http://store.rc4wd.com

    Beispielfahrzeuge: RC4WD Bully II, Carson X-Crawlee, Losi Night Crawler, Axial XR10, ECX Temper, Vaterra Slick Rock, Reely Rocker, Basher RockSta, ...


    Scaler
    Auch wenn sie technisch einem reinen Crawler teilweise sehr ähnlich sind, setzen Scaler weniger auf reine Performance im Gelände, sondern eher auf ein originalgetreues Aussehen, wie die großen Vorbilder Land Rover oder Toyota Land Cruiser. Das beginnt mit einem Leiterrahmen und Blattfedern, und geht hin zu detaillierten Karosserien mit Licht, Außenspiegeln, Benzinkanistern und funktionierenden Seilwinden.

    Wettbewerbe laufen dennoch ähnlich ab wie bei den reinen Crawlern, allerdings können bei den Scalern noch Pluspunkte für ausgebaute Innenräume, Sandbleche, etc gesammelt werden. Anfassen ist hier auch tabu, die Fahrzeuge dürfen jedoch mit den installierten Hilfsmitteln, z.B. einer Seilwinde, "gerettet" werden.


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    Beispielfahrzeuge: Axial SCX 10, Vaterra Ascender, MST CMX/CFX/CFX-W, RC4WD Train Finder, Traxxas TRX4, Gmade Komodo, TFL 10, RCModellex, ...

    Rock Racer
    Wer es mal ein wenig schneller will, der greift zum Rock Racer. Mit starren Hinterachsen, teilweise auch starren Vorderachsen, grossen Federwegen und Reifen, oft nur ein Käfig mit ein paar Kunststoffverkleidungen, sind sie schnell genug für den Basher, robust und gut für nahezu jedes Gelände - und Scaler können sich an der Optik austoben!

    Wettbewerbe gibt es selbstverständlich auch (U4RC), diesmal auf Rundkursen. Nur sind das keine weichgespülten Teppichpisten, sondern härtestes Gelände, mit extremen Steigungen, Passagen gespickt mit Felsgeröll und mehr!

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    Beispielfahrzeuge: Axial Yeti, Axial Bomber, Losi Rock Rey, Vaterra Twin Hammers, Reely Bulldog, Amewi Desert Eagle, ...


    0-9


    1.0
    Größenangabe in Inch (1 Inch = 2,54 cm) für den Felgendurchmesser. Wird in der Regel bei 1:24er Crawlern und 1:18er Scalern verwendet.

    1.55
    Größenangabe in Inch (1 Inch = 2,54 cm) für den Felgendurchmesser. Wird in der Regel bei sehr realistisch aufgebauten 1:10er Scalern verwendet.

    1.7
    Größenangabe in Inch (1 Inch = 2,54 cm) für den Felgendurchmesser. Eher ungewöhnlich und nur bei RC4WD im Programm

    1.9
    Größenangabe in Inch (1 Inch = 2,54 cm) für den Felgendurchmesser. Häufigste Radgröße bei 1:10er Scalern oder 1:18er Crawlern.

    2.2
    Größenangabe in Inch (1 Inch = 2,54 cm) für den Felgendurchmesser. Häufigste Radgröße bei 1:10er Crawlern.

    2-Speed
    Schaltbares 2 Gang Getriebe. Über den 3. Kanal der Fernsteuerung (oder auch von Hand) und einem zusätzlichen Servo lässt sich so die Getriebeuntersetzung an das Gelände anpassen. In der Regel entspricht der 1. Gang dem üblichen Übersetzungsverhältnis eines normalen Getriebes, der 2. Gang ist auf höhere Geschwindigkeiten ausgelegt. Gibt es natürlich auch mit 3 Gängen.

    4WD
    Steht für Four Wheel Drive, also Vierradantrieb oder Allradantrieb, wo alle Räder des Fahrzeugs für bessere Traktion angetrieben werden

    4WS
    Steht für Four Wheel Steering, also Vierradlenkung und weißt auf eine lenkbare Hinterachse hin. Üblicherweise bei Crawlern oder Trail Fahrzeugen eingesetzt, erlaubt die zusätzliche Lenkachse bei gegenläufiger Bewegung einen deutlich kleineren Wendekreis. Bei Verwendung des 3. Kanals der Steuerung und der Mixfunktion lassen sich auch verschiedenste Lenk-Varianten realisieren. Gegenläufig, nur vorne oder hinten, oder gleichläufiges Lenken, dem sog. Krabbengang.

    A

    Ackermann
    Bezeichnet den unterschiedlichen Winkel zum Kurveninnenpunkt der beiden gelenkten Vorderräder. Da das kurveninnere Rad eine kleinere Kreisbahn zurücklegen muss, ist deren Lenkwinkel größer als beim kurvenäußeren Rad. Zusätzlich sorgt ein Differentials durch die Anpassung der Radgeschwindigkeiten zur Reduzierung des Untersteuerns.

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    Von File:Ackermann.svg: User:Bromsklossderivative work: Hietzinger Friedhof - Diese Datei wurde von diesem Werk abgeleitet Ackermann.svg:, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39298729

    Bei Scalern und Crawlern hat der Ackermann Winkel durch das Fehlen eines Differentials eine untergeordnete Rolle, daher sind einige Fahrzeuge mit 0 Ackermann (oder auch Zero Ackermann) ausgerüstet, bzw lassen sich durch andere Achsschenkel umrüsten, so dass beide Vorderräder mit gleichen Winkel einschlagen.


    Anti-Squat
    Unter Anti-Squat versteht man eine Vorrichtung an Radfahrzeugen, die das „Eintauchen“ beim Beschleunigen, und damit eine Nickbewegung des Aufbaus nach hinten durch die dynamische Radlastverlagerung verhindern oder vermindern soll. Sie wird auch als Anfahrnickausgleich bezeichnet

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    Durch mehr Anti-Squat werden die wirkenden Kräfte beim Beschleunigen von den Federn auf die Links verlagert, somit das Eintauchen reduziert, die Traktion verbessert, aber auch die Federung "härter".


    Aufbleien
    Aufbleiben bezeichnet das Hinzufügen von Gewicht um eine Felge. Dadurch soll der Schwerpunkt des Fahrzeugs weiter nach unten verlegt und somit die Kippneigung reduziert werden. Verwendet werden normalerweise Klebegewichte aus dem KFZ Bereich, Gardinenbänder oder auch Dachdeckerblei.
    Typischerweise werden Vorderräder mit mehr Gewicht versehen als die Hinterräder (ein guter Start ist ein Verhältnis von 60:40), was den Klettereigenschaften zu Gute kommt.


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    B

    Beadlock Felgen
    Im Gegensatz zu normalen RC Car Felgen, wo der Reifen nur auf die Felge geklemmt oder verklebt wird, wird der Reifenwulst (Bead) bei Beadlock Felgen durch zwei verschraubte Aussenringe an die Felge gepresst.
    Der meist 3 oder 2-teilige Aufbau von Beadlock Felgen erlaubt rückstandsloses Wechseln der Reifen, bzw einfacheres Aufbleien, das höhere Gewicht der Konstruktion macht sie für schnellere Fahrzeuge weniger geeignet.

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    BEC
    Steht für Battery Eliminating Circuit, also eine Schaltung die eine separate Stromversorgung für Servo und Empfänger unnötig macht.
    Typischerweise ist das BEC Teil des elektronischen Fahrtenreglers und reduziert dort die Eingangsspannung des Fahrakkus auf 5-6V (Ausnahmen bestätigen die Regel) herunter und leitet diese über die Anschlussleitung des Reglers an den Empfänger, welcher dann das Servo versorgt.
    Hochwertige Regler erlauben das Programmieren der BEC Spannung, so dass auch HV (Hochvolt) Servos mit 7 bis 8V versorgt werden können.
    Bei leistungsstarken Servos oder auch wenn viele weitere Stromabnehmer (Licht, Winde, ...) verwendet werden, reicht oft die max. Stromabgabe eines eingebauten BECs nicht aus, was zu Aussetzern der Steuerung führen kann.
    Hier bietet sich der Einsatz externer BEC Schaltungen an


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    Quelle: http://www.world-of-heli.de


    Beeftubes
    Ähnlich wie das Aufbleiben, dienen sog. Beeftubes der Senkung des Fahrzeugschwerpunkts durch hinzufügen von Gewicht an möglichst niedriger Position.
    Beeftubes sind speziell für ein Achsenmodell angefertigte Rohre aus Messing oder Stahl, die in innerhalb der Achsschalen über die Antriebswelle gesteckt wird. Im Gegensatz zu aufgebleiten Felgen wird durch Beeftubes die rotierende Masse nicht erhöht, somit lager und Wellen besonders bei höheren Geschwindigkeiten geschont.


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    Quelle: www.beeftubes.com

    Blattfeder
    Blattfedern, eigentlich Elliptikfedern, sind Pakete aus einer oder mehreren Lagen Federstahl (auch Kunststoff),verbinden die Starrachse mit dem Rahmen des Fahrzeugs und übernehmen das Abfedern von Stössen auf die Achse. Unterstützt werden sie durch Öldruckstoßdämpfer zur Schwingungsdämpfung.

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    Bei drehmomentstarken Antrieben wird gehen ein Verwinden und für eine genauere Führung der Achse eine zusätzliche Verbindung von Achse und Rahmen eingesetzt, zB ein Panhard Stab.


    BTA
    Steht für Behind The Axle (hinter der Achse) und bezeichnet eine Lenk-Setup bei dem die Lenkgestänge hinter der Vorderachse verlaufen.
    Vorteil: höherer Böschungswinkel, da keine weiteren Teile vor der Achse
    Nachteil: teils schwierige Umsetzung, da das Lenkgestänge, Servohorn, etc mit der Antriebswelle in Konflikt kommt.

    C

    CoG
    Steht für das englische Center of Gravity, also den Schwerpunkt.
    Je tiefer der Schwerpunkt, desto weniger neigt das Fahrzeug zum Kippen. Liegt der Schwerpunkt vor der Fahrzeugmitte, werden auch die Klettereigenschaften verbessert.


    CVD (Constant Velocity Drive)
    CVD, ein von der Firma MIP geschützter Begriff für ein homokinetisches Gelenk, auch Gleichlaufgelenk, eingesetzt in Antriebswellen.
    CVDs sind die Weiterentwicklung herkömmlicher Kreuzgelenke, bzw Kardangelenke (auch Universal Joint) und unterscheiden sich durch einen perfekten Rundlauf auch bei großen Übertragungswinkeln aus.

    Abbildung CVD

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    Quelle: www.miponline.com

    Abbildung Kardangelenk
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    Quelle: CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=350329


    D

    DIG
    Eine Vorrichtung am Getriebe die es über den 3. Kanal der Fernsteuerung erlaubt Vorder- und Hinterachse zu entkoppeln. Somit kann man entweder mit reinem Front- (verhindert das Wegkippen nach hinten am Berg) bzw Heckantrieb fahren (verringert Wendekreis). Je nach Bauart wird die nicht-angetriebene Achse blockiert oder dreht sich nur frei mit.
    Ein DIG wird hauptsächlich bei Shafty-Crawlern eingesetzt, bei Scale Wettbewerben ist es normalerweise verboten, bzw nur in den offenen Proto Klassen erlaubt.

    Drag Brake
    Eine Drag Brake bremst das Fahrzeug automatisch bei Neutralstellung des Senders ab. Für gewöhnlich reichen bei Buggys und Tourenwagen reichen Werte von 10-30% Bremskraft (falls einstellbar) um den Wagen vor Kurven leicht abzubremsen und so die Fahrstabilität zu erhöhen.
    Im Scaler und Crawler werden mit 70-100% viel höhere Werte gewünscht, was die Auswahl der tauglichen Regler reduziert. Die hohe Bremskraft wird benötigt um das Fahrzeug bei Abfahrten durch Neutralstellung am Sender zum Stillstand, oder zumindest einer sehr, sehr langsamen, kontrollierten Rollbewegung zu bringen.
    Eine Drag Brake kann über verschiedenste Techniken realisiert werden:

    • kurzschliessen des Motors, sorgt aber für große Wärmeentwicklung und funktioniert nicht an jedem Motor gleich stark
    • regeneratives Bremsen, hier wird der Motor als Dynamo, also als Stromgenerator verwendet. Sehr effizient, aber auch sehr abhängig von Wicklungszahl, Widerstand, etc
    • kontrollierter Einsatz von Stromsignalen entgegen der Rollrichtung, was meist die wirksamste Methode ist.

    Droop
    Bezeichnung für ein Fahrwerkssetup, wo das Fahrzeug extrem tief gelegt wird und im Prinzip nur noch ausfedern kann. Hierfür können kleinere Federn im inneren der Dämpfer, unter (!) dem Kolben montiert werden.
    Vorteil: sehr niedriger Schwerpunkt
    Nachteil: stark eingeschränkte Bodenfreiheit

    Droop vs. Sprung Setup
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    Quelle: http://www.gmade.net

    E

    Einlagen
    Einlagen, auch Foams, sind in etwas gleichbedeutend mit dem Reifendruck beim einem KFZ. Einlagen aus Schaumstoff sorgen für die Stabilität der recht weichen Reifen an sich. Durch unterschiedliche Härtegrade oder durch ein Zuschneiden in Sternform kann der Griff der Reifen angepasst werden.

    F

    Foams
    siehe Einlagen

    Frontmotor
    Eine bei Scalern beliebte Positionierung des Motors, bei der der Motor mit Getriebe über der Vorderachse angebracht wird und die Antriebskraft von dort über eine Kardanwelle an ein zentrales Verteilergetriebe (auch Transfer Case genannt) weitergibt.
    Der Nachteil des etwas höheren Schwerpunkts wird durch die Belastung der Vorderachse ein wenig ausgeglichen. Aber Frontmotoren werden gerne mit V8 Attrappen ausgestattet und das niedrige Verteilergetriebe bietet genug Raum für eine detaillierte Innenraumgestaltung, bieten damit viel mehr Spielraum für originalgetreue Umbauten.

    G

    H
    Hex
    Kurzbezeichnung für Sechskant-Radmitnehmer. Bei Massstäben 1:18 - 1:10 mit 12 mm Durchmesser, 1:16 bis 1:24 meist mit 7 mm Durchmesser.

    I
    Internal Spring
    Im Gegensatz zu überliegen RC Stoßdämpfern mit aussenliegenden Federn (Coil Over), werden bei Scalern und Crawlern gerne Dämpfer mit innenliegenden Federn verwendet. Siehe Bild bei Droop.
    Bei Scalern dienen sie eher der realistischen Optik, Crawler verringern dadurch den Durchmesser der Federbeine zur Gewinnung von mehr Lenkausschlag.

    IFS
    Steht für das englische Independent Front Suspension, zu Deutsch: Einzelradaufhängung vorne.
    Im Gegensatz zur Starrachse erlaubt die Einzelradaufhängung das von einander unabhängige Einfedern der Räder einer Achse.
    Wird gerne bei den etwas schnelleren Rock Racern eingesetzt, bessere Spurtreue und weniger ungefederte Massen sind klare Vorteile gegenüber der Starrachse.
    Nachteil: durch das Einfedern eines Rades ode beider Räder wird die Bodenfreiheit unter dem Diff stark reduziert.

    J

    K

    Kardangelenk
    siehe CVD

    Knuckle Weight
    Wie schon die Beef Tubes, sind Knuckle Weights eine weitere Möglichkeit den Schwerpunkt zu reduzieren, bzw Gewicht an die richtige Stelle zu fixieren.
    Knuckle ist der Achsschenkel, also das Teil in dem die Radachse geführt wird. Der freie Raum zwischen Achsschenkel und Felgeninnenseite wird durch Gewichte aus Messing oder Stahl optimal genutzt.
    Hinweis: nicht alle Fahrzeuge lassen sich mit Knuckle Weights nachrüsten. Zum einen kann durch Verwendung von 1.55er Felgen zu wenig Platz vorhanden sein, oder die serienmässigen Achsschenkel haben keine entsprechenden Aufnahmen

    Knuckle Weights von SSD für Axial SCX II

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    L

    Links
    Als Alternative zu Blattfedern, dienen Links als Verbindung zwischen Starrachse und Fahrzeugrahmen und übernehmen auch die Aufgabe der genauen Führung.

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    Quelle: www.motobilt.com

    4-Link Systeme (siehe Bild) benötigen nur noch Federbeide, verzichten 3-Link Systemen auf eine der oberen Verbindungen und werden üblicherweise mit einem Panhard Stabt für seitliche Führung ergänzt.

    Durch verlängern oder kürzen der Links kann der Radstand des Fahrzeugs angepasst werden.


    Locker
    Ein Locker ist ein Einsatz aus Metall oder Kunststoff für handelsübliche Differentiale und dient als Ersatz der inneren Kegelräder. Somit wird das Differential komplett gesperrt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Februar 2019
    Jens A., Hatschi, ta02fan und 10 anderen gefällt das.
  2. aircooled

    aircooled Autor

    M

    Mittelmotor

    Von einem Mittelmotor spricht man, wenn Motor und Getriebe mittig auf dem Skid im Chassis sitzen und von dort über Kardanwellen die Kraft an die Achsen abgeben.

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    Quelle: www.crazy-crawler.de


    MOA
    Steht für Motor On Axle = Motor an der Achse, eine Bezeichnung für ein Antriebskonzept bei Crawlern, die direkt an den Antriebsachsen einen Motor samt Getriebe montiert haben. Neben dem niedrigen Schwerpunkt dieser Konstruktion lassen sich durch spezielle Fahrtenregler oder 2 separate Regler eine DIG Funktion realisieren.

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    N

    O


    Offset
    Der Offset einer Felge definiert die Position des Radmitnehmers in Relation zur rechnerischen Felgenmitte (von beiden Aussenkanten gemessen) und wird in Millimeter angegeben. zB -2 spricht von einem 2 mm negativen Offset, +4 von 4 mm positiven Offset.

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    Ein negativer Offset sorgt für eine breitere Spur - d.h. das Fahrzeug wird breiter, positiver Offset für eine geringere Spurbreite.


    OTA
    Steht für Over The Axle (über der Achse) und bezeichnet eine Lenk-Setup bei dem die Lenkgestänge über der Vorderachse verlaufen. Wird aus Platzgründen häufig bei MOA Achsen anstatt einer BTA Konfiguration verwendet.

    Overdrive
    Von Overdrive spricht man, wenn die vordere Achse schneller als die hintere dreht. Dadurch kann, ähnlich wie bei einer DIG Funktion, ein kleinerer Wendekreis erzielt werden.
    Overdrive kann durch ändern der Achsübersetzung oder, bei MOA Crawlern, durch einen schneller drehenden Motor an der Vorderachse erzielt werden.

    P

    Panhardstab
    Als Panhardstab bezeichnet man (benannt nach seinem Erfinder) eine gelenkig aufgehängte Querstrebe zur Übertragung der Seitenkräfte zwischen starrer Hinterachse und Chassisrahmen. Ein Panhardstab wird dann eingesetzt, wenn die 3 oder 4 Links des Fahrwerks zusammen mit den Stoßdämpfern nicht ausreichen, die Bewegungen einer Achse in Längsrichtung einzuschränken. Durch die zusätzliche Führung wird die Spurtreue erhöht.

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    Piggyback
    Piggyback (huckepack) Dämpfer sind Öldruckstossdämpfer mit einem zusätzlichen Öl-Reservoir, welches entweder direkt am Dämpfer oder separat - mit einem Schlauch verbunden - am Fahrzeug montiert wird.

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    Quelle: www.gmade.net

    In der Theorie ergeben sich zwar einige Vorteile, zB.

    • mehr Ölvolumen sorgt für eine linearere Dämpfung
    • konstantere Öltemperaturen
    • ggf. bietet die Konstruktion mehr Einstellmöglichkeiten
    allerdings wird das bei unseren Maßstäben keinerlei Rolle spielen. Zumeist sind die günstigen China-Piggybacks auch nur Attrappen, ohne jede Funktion.

    Portalachse
    Eine Portalachse besitzt im Gegensatz zu einer herkömmlichen Starrachse noch über jeweils ein Vorgelegegetriebe pro Rad, womit die Achse samt Differential höher gelegt wird und somit eine deutlich bessere Bodenfreiheit erreicht wird. Selbstverständlich wird dieser Vorteil durch einen ungünstigeren Schwerpunkt erkauft.

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    Q

    R


    Radstand
    Der Radstand ist der Abstand zwischen den Achsen eines Fahrzeuges. Er wird zwischen den Mittelpunkten der Vorder- und Hinterräder gemessen.
    Bei 3- oder 4-Link Fahrwerken lässt sich der Radstand recht einfach durch Längen oder Kürzen der Links einstellen.


    Ring + Pinion
    Tellerrad (Ring) und Ritzel (Pinion) sind die Kegelräder eines Winkelgetriebes. Dieses dient zur Übertragung der Antriebskraft von der Antriebswelle auf die Antriebsachse.
    Im Allgemeinen werden Geradzahnkegelräder verbaut, Spiralkegelräder (siehe Bild) können jedoch deutlich größere Kräfte übertragen und sind dabei auch noch leiser.

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    Von Myriam Thyes - Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4078185


    Rockslider
    Rockslider werden seitlich am Chassisrahmen angebracht und dienen dem Schutz der Karosserie. Ebenso helfen sie beim Aufsetzen besser über das Hindernis rutschen zu können.

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    Quelle: www.scalerfab.com

    Rockslider lassen sich auch so ausbauen, dass sie als Batteriehalter dienen. So lässt sich nicht nur mehr Akkukapazität fahren, auch der Schwerpunkt wird dadurch nach unten verschoben.

    S


    Schnecke
    Ein Schneckengetriebe ist eine besondere Form eines Winkelgetriebes (siehe Ring & Pinion), wobei ein Schnecken- bzw Schraubenförmiges Ritzel ein Zahnrad antreibt.
    Neben der Geräuscharmut lässt die Bauform recht kleine Differentiale (also mehr Bodenfreiheit) zu. Ebenso ist ein Schneckengetriebe selbsthemmend, das heißt eine Achse mit Schneckenantrieb bremst automatisch ab und das Fahrzeug kann so zB nicht am Hang wegrollen. Daher werden Schneckengetriebe eher bei Crawlern eingesetzt.


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    Quelle: www.losi.com

    Beispiele für Fahrzeuge mit Schneckengetrieben: RC4WD Worminator, Losi Night Crawler, Losi Micro Rock Crawler


    Shafty
    Ein Crawler mit eher herkömmlichem Antrieb: Motor mittig im Chassis und die Achsen werden per Kardanwellen (engl. Shaft) angetrieben.

    Skid
    Das Skid bildet die Bodenplatte zwischen den Chassisstreben und dient als Montageplattform für das Getriebe bzw das Transfer Case, und auch die unteren Links werden in der Regel daran befestigt.

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    Quelle: http://www.axialracing.com


    Slipper
    Ein Slipper ist eine Rutschkupplung im Hauptzahnrad. In erster Linie schützt er Antriebskomponenten bei Überlastung in dem das Hauptzahnrad von der Hauptwelle abgekoppelt ist, und nur durch den Druck einer Feder eine kraftschlüssige Verbindung im Antrieb entsteht. Ist der Widerstand zB durch ein Hindernis zu gross, kann das Hauptzahnrad dennoch vom Motor gedreht werden, die Rutschkupplung trennt aber die Kraftübertragung.

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    Quelle: http://www.rccaraction.com

    SLW Hubs
    SLW Hubs sind ein von der Firma Vanquish Products patentiertes Radbefestigungssystem, bestehend aus einem Adapter von 12 mm Hex-Aufnahme auf einen 6er Lochkreis.
    Die SLW Hubs werden mit 6 Schrauben an kompatiblen Felgen geschraubt und dann mit den üblichen 12 mm Hex Mitnehmern verbunden.
    Anfangs besonders bei Crawlern zur Befestigung selbstgefräster Carbonfelgen beliebt, gibt es inzwischen viele Hersteller die SLW-kompatible Felgen auch für Scaler herstellen. Die in unterschiedlichen Breiten erhältlichen Hubs ermöglichen eine einfache individuelle Anpassung der Spurweite, ohne die Verwendung von extra Spurverbreiterungen oder anderer Felgen.

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    Sprung
    siehe Droop

    Spurweite
    Die Spurweite bezeichnet die Distanz der Laufflächenmittelpunkte zweier Räder einer Achse. Bei Achsen für Crawler und Scaler ist eine Angabe der Breite von "Hex zu Hex", also von Aussenkante der Radmitnehmer zu Aussenkante des anderen, gebräuchlicher.

    Stabilisator
    Ein Stabilisator (Stabi) ist ein eigentlich eine U-förmige Drehstabfeder, die beide Seiten der Radachse flexibel mit dem Chassis verbindet.

    Funktionsweise:
    Fährt ein Auto etwa durch eine Rechtskurve, wird seine Karosserie von der Fliehkraft nach links gedrückt. Die kurvenäußeren Räder federn dadurch ein, die kurveninneren federn aus. Das Fahrzeug gerät in Schieflage. Ist die Fahrt zu schnell und die Fliehkraft zu hoch, kippt es auf die Seite. Damit es nicht soweit kommt, verhindert der Stabilisator die Schieflage dadurch, dass er die Kräfte zwischen den Rädern aufteilt, so dass sie möglichst gleichmäßig ein- und ausfedern.

    Die Wankbewegungen des Aufbaus werden so unter Kontrolle gehalten, das Kipp-Risiko sinkt, was hauptsächlich bei Rack Racern benötigt wird. Aber auch bei Scalern kann der sog. Torque Twist durch einen Stabilisator ein wenig gemindert werden.


    Starrachse
    Wie auch auch bei den großen Vorbildern, werden bei Crawlern und Scalern in der Regel Starrachsen verwendet. Bei einer Starrachse sind beide Räder durch einen starren Achskörper miteinander verbunden. Das erlaubt größtmögliche Verschränkung und eine konstante Bodenfreiheit unter dem Differential.
    T

    Torque Twist
    Torque Twist ist ein physikalische Phänomen, welches bei Starrachsen auftritt und zu Anheben eines Vorderrads oder mehr oder weniger starke Seitenneigung des Aufbaus zu führt.

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    Torque Twist tritt auf, wenn die Kraft des Motors die Trägheit der Räder nicht überwinden kann, und die somit überschüssige Kraft in eine Drehbewegung des Chassis (weniger Trägheit, da nicht direkt mit dem Boden verbunden) umsetzt. Je länger die Untersetzung des Achsenantriebes (kleines Verhältnis von Ring & Pinion), desto ausgeprägter der Torque Twist. Schneckenantriebe oder MOA Konstruktionen haben keinen Torque Twist.

    Mögliche Gegenmaßnahmen zur Reduzierung:

    • größere Achsuntersetzung
    • Stabilisator an der Hinterachse
    • mehr Anti-Squat
    • einseitig härte Federung an der Hinterachse
    • gegenläufiger Antrieb zu Vorder- und Hinterachse
    Transfer Case
    Das Transfer Case, oder auch Verteilergetriebe, ist ein Getriebe, welches gewöhnlich bei Frontmotoren auf dem Skid montiert wird und das Eingangsdrehmoment des Motors auf mehrere Abtriebe, bzw Achsen aufteilt.

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    Quelle: http://gcmracing.ca


    Durch unterschiedliche Konfigurationen erlauben Verteilergetriebe eine weitere Untersetzung für mehr Kraft, Overdrive oder auch gegenläufige Antriebswellen für die Verminderung von Torque Twist.


    Tuber

    Ein Tuber (tube = engl. Rohr) ist ein Fahrzeug mit einem Rohrrahmen-Chassis. Durch verlöten (seltener verschweißen) von Messing- oder Stahl-Rohren kann ein auf die individuellen Bedürfnisse angepaßtes Chassis erstellt werden. Vollmaterial wird aus Gewichtsgründen seltener verwendet.
    U

    V


    Verteilergetriebe
    siehe Transfer Case
    W

    X

    Y

    Z



    to be continued...​
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Januar 2018
    imbaMarZ, Jens A., kendo05 und 10 anderen gefällt das.
  3. jagged

    jagged Mitglied

    Hoffentlich ist das per Google findbar.
    Klasse!
     
  4. BAXL

    BAXL Moderator Mitarbeiter

    Hab mal die Metadescription angepasst, sollte also passen :)
     
  5. aircooled

    aircooled Autor

    Falls jemand etwas ergänzen will, einfach hier Antworten. Aber bitte kein Copy/Paste von anderen Webseiten! Ich pflege das dann ein.
     
    BigScale gefällt das.
  6. Elektroman99

    Elektroman99 Autor

  7. cheaso

    cheaso Mitglied

    Wirklich genial
     
  8. aircooled

    aircooled Autor

    Edit BAXL
    Leerpost für spätere weitere Posts.

    @aircooled Erstelle Dir vorsichtshalber selbst noch ein paar Leerposts. Ich könnte das zwar auch machen und einfach den Autor ändern, weiß aber nicht, ob Du dann ändern kannst.
    Probiere das einfach mal an dem zweiten Post. Das war einer von mir, den ich "überkopiert" und Dir zugeordnet habe.

    Im Zweifel muß ich die der Anderen später auch noch annektieren, weil ich keine Posts zwischenschieben kann (wegen des Erstellungsdatums).

    to be continued...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29. Dezember 2017
  9. klaus52

    klaus52 Mitglied

    Das ist einfach Spitze. Da werde ich woll des öfteren Reinschauen. Wenn dann immer noch Fragen sind, kann ich immer noch die Experten bemühen.:D
     
    aircooled gefällt das.
  10. aircooled

    aircooled Autor

    So, ich habe fertig... Falls noch jemand Fragen, Anregungen, etc hat, nur her damit :)
     
  11. ba5tel

    ba5tel Mitglied

    klasse Ding:thumbsup: riesen Respekt vor der Arbeit die da dahinter steckt!!! Danke:thumbsup:
     

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