3D-Druck Hilfe bei der Bewertung meiner Testdrucke

wolle

Mitglied
Um. Mal ein konkretes Beispiel zu nehmen wie man es nicht machen sollte....

vor ziemlich genau einem Jahr habe ich mir den landy von 3sets gekauft.
och jo, druckst halt mal schnell ein Auto und rast damit rum... So die Theorie...
ich hätte mit einem selbstgebauten Drucker angefangen und dacht ich hätte das wissen, dachte ich...
zwei Kilogramm filament udn zwei Drucker weiter habe ich mit Schmerzen feststellen müssen das mein Wissen gleich null ist und ich doch nochmal lernen muss.
das Problem war, das ich mir von 1000 leuten, 1000 veschiedene Meinungen und 1000 bessere Lösungen versuchte zu lernen.
es endete mit Frust und einer 6 monatigen Pause.
Der landy stand in der ecke...
vor ein paar Monaten fing ich nochmal an, Schritt für Schritt.
@Cartman hier im forum gab mir die entscheidenden Tips, wir stehen in Kontakt und die Hilfe von ihm war absolute Klasse.
an dieser Stelle hier nochmal meinen absolut herzlichsten Dank an @Cartman.

warum schreibe ich das...
ich möchte @Dortmunder nur einen tip geben das man sich nicht auf zu viele Meinungen und falschem Fachwissen verlassen kann.
 

Resu13

Mitglied
Das Problem ist ja, dass jedes Problem verschiedene Ursachen haben kann. Schritt für Schritt ist definitiv der Weg dahin, auch wenn es etwas länger dauert. Immer nur eine Sache ändern / korrigieren und dann überprüfen. Geht man mehrere Sachen auf einmal an, verschlimmbessert man es meistens nur.

Ich würde erst einmal mit einfachen Sachen anfangen wie den E-Steps / der Extrusionsmenge. Jedes Filament ist da anders und bei verschiedenen Materialien sowieso. Zb. Bei PETG extrudiere ich immer weniger als bei PLA.

Erstmal an der Maschine selber schauen und dann erst beim Slicer die Parameter ändern.
 

wolle

Mitglied
Wenn du die steps des extruder korrekt ermittelt und sie in die Firmware eingetragen hast dann druckst du, ohne was am Slicer zu verstellen, nochmal den Würfel.
Der Würfel hat ein Grundmaß, ich glaube 20*20*20mm, dies sollte letztendlich auch dein Ausdruck haben.
beim 3d-druck in der Preisklasse deines Druckers reden wir von 0,1-0,3mm maßhaltigkeit, um es mal als ganz, ganz grobe Richtlinie zu halten, denn zu der maßhaltigkeit gehören noch andere Faktoren...filament Temperatur, Strukturbreite usw...
 

Mred

Mitglied
1000 Leute mit unterschiedlichen Tipps?
Ich bin auch Anfänger und meine Suche im Netz ergab unterm Strich etwa das gleiche Ergebnis.

Wie auch im RC-Modellbau ist man beim 3D-Druck auch gut beraten ein beliebtes Modell zu wählen für das es eine grosse Community gibt. Da findet sich für jedes Anfängerproblem eine Lösung.

Von Druckern und Einstellungen abgesehen, sollte man nicht mit Billig-Filament starten, da sind die Probleme schon vorprogrammiert. Auch sollte man sich nicht an spezielle Materialien wagen bevor der PLA Druck nicht perfekt sitzt.

@Dortmunder
Bin gespannt auf die Ergebnisse nach dem Kalibrieren. Welches Filament verwendest du?
 
@Dortmunder
Bin gespannt auf die Ergebnisse nach dem Kalibrieren. Welches Filament verwendest du?
Ich habe aktuell mit dem weißen Filament angefangen, weil es mitgeliefert worden ist. Das ist Anycubic PLA.

Gekauft habe ich Sunlu PLA+ (gab es letzte Woche bei Amazon im Angebot 1 EUR günstiger als das "normale" PLA für 17,99) Hier sind die Farben. Wenn ich den Drucker etwas besser kalibriert habe werde ich mit dem graue PLA+ weiter testen. Nach meinen Recherchen sind gerade bei grauem Filament Fehler besonders gut erkennbar.

Von einem guten Bekannten der schon lange druckt (und den ich gerade wg. seines Urlaubs nicht mit Fragen löchern kann) habe ich folgende Filament Empfehlungen erhalten:

PLA / PETG
für „wichtige“ Drucke das PLA/PETG von „Redline“ www.redline-Filament.com
Alternative Sunlu
Für reine "Testdrucke" zum ausprobieren als günstige Variante yourdroid pla (von www.Roboter-Bausatz.de)

TPU
Extrudr oder Eigenmarken von 3djake (https://www.3djake.de)
 

wolle

Mitglied
Du solltest dich für den Anfang auf einen Hersteller konzentrieren.
Desweiteren solltest Du erst einmal mit PLA anfangen da dies das "freundlichste" material zum Drucken ist.
Ich beziehe mein Filament von DasFilament.de und habe hiermit super Erfahrungen gemacht.
gut ist auch das Patona Filament welches man bei Amazon kaufen kann.

Ich für meinen Teil bleibe bei DasFilament da mich das Material Überzeugt hat.
 

Mred

Mitglied
Sunlu PLA+ ist günstig und gut. Rot und Grau drucke ich mit 200/50 Grad, Schwarz mit 185/50.

PETG würde ich erstmal zurückstellen und TPU kannst du gleich mal ganz hinten im Schrank aufheben

Sunlu ist ordentlich gewickelt und maßhaltig. Die bei Amazon gekauften Rollen waren bei mir super toll gewickelt, die über Ali günstiger gekauften waren ordentlich aber deutlich weniger exakt gerollt.
 
Ich beginne mit PLA (PLA+) und wenn dass klappt geht es mit PETG + TPU weiter die beiden letzten sind insbesondere für die Modellautos geplant. Aber erst wenns mit PLA läuft.

Und ich habe mich auch schon informiert, dass ich für jede neue Rolle Filament auch bei gleicher Marke und Farbe die Einstellungen neu prüfen muss Heattower & Slicer und die Werte dann entsprechend notiere. Ich hoffe, dass wird bald zur eingespielten Routine
 

roliko

Mitglied
Ich drucke mittlerweile gar keine Heattower oder ähnliches Zeugs mehr. Mit Erfahrung und ständiger Beobachtung beim Druck kann man mit der Zeit schon beim Filament Wechsel und erstem "herausdrücken" aus der Düse erkennen, wie sich das Material verhält - Beim Druck wird dann noch nach justiert und gut ist. Wichtig: für das nächste Mal Temperaturen und eventuelle Geschwindigkeiten aufschreiben.

Auch drucke ich nicht generell Material X mit Temperatur Y - es kommt hier stark auf den Anwendungszweck und die Geometrie des Teils an.
 

Kasi-Hasi

Moderator
Mitarbeiter
Ich hab noch keinen einzigen Heat-Tower gedruckt, geschweige denn Testdrucks zum Leveln... ich hab auch noch nicht meinen Extruder kalibriert...

Ja ich weiß, sollte man eigentlich machen und will auch gar nicht behaupten, dass das keine gute Idee ist, ich kam da halt irgendwie drum herum. Ich hab einfach angefangen, Teile zu drucken.

Vielleicht ist das eher ein Ansatz, um die entsprechenden Erwartungen aufzubauen. Ich sehe viele Leute (auch in Facebook-Gruppen), die drucken drei Rollen Filament mit Testwürfeln durch, um den perfekt eingestellten Drucker zu haben. Und dann werden Teile für den Drucker gedruckt und Anbauteile... und irgendwann ist da echt ne richtig schicke, perfekt eingestellte Maschine.... ja und dann fangen die an, Vasen und so'n Zeug zu drucken, die dann aussehen wir aus nem 1-Euro-Shop (sind am Ende halt Plastikvasen *schulterzuck* ).

Will sagen, ich drucke mir vorallem Funktionsteile. Da ist mir das Schnuppe, ob ich ne Linie in der Z-Achse sehe, solange das Teil passt und die Schraubenlöcher rund sind (und da wo sie sein sollen).
Ich druck auch kleine Figuren und Spielzeuge für die Kinder, da schau ich etwas genauer hin, dass das vernünftig wird. Aber als Modellbauer hat man ja auch sehr viele Möglichkeiten der Nachbehandlung auf dem Tisch liegen; vielleicht ist es eher das, für mich kommt da kein fertiges Produkt raus, eher eine Rohform, die noch ein Finish benötigt.


Jetzt hab ich wieder viel zu viel geschrieben, eigentlich wollt ich nur sagen, druck doch einfach mal was aus, was du brauchen kannst. Wenn das halbwegs klappt ist das eine viel höhere Motivation als den Würfel 10x zu drucken.
 

wolle

Mitglied
Diese Einstellung hatte ich auch...
man sehe ich den Beitrag "pickup landy aus dem Drucker" mal an....
 

Kasi-Hasi

Moderator
Mitarbeiter
Du sollst ja nicht gleich ein ganzes Auto drucken :ROFLMAO:

Aber wenn du das erste Teil in der Hand hast und das verbaust und siehst "boah, mein eigenes Ersatzteil, cool!" ist das 10x mehr Motivation als den komischen Kutter zu drucken, nur um den dann wegzuwerfen. Hab ja nicht gesagt, man kann auf die Einstellerei pfeifen, aber an nem praktischen/nutzbaren Objekt den Drucker kalibrieren ist auch nicht verkehrt.
 

Mred

Mitglied
@Kasi-Hasi
Du möchtest deine Funktionsteile passend haben? Dann wird das Kalibrieren Pflicht, ausser du nimmst es mit passend nicht so genau.
 

Kasi-Hasi

Moderator
Mitarbeiter
Was nicht passt…;)

soweit ich das mit meiner begrenzten Erfahrung beurteilen kann, wird ein Teil durch leichte(!) über- oder unter-Extrusion (heißt das so?) nicht plötzlich „unpassend“ sprich 10% kleiner oder sowas.
Und meine Teile passen soweit, aber ich bau mir halt nen Spiel ein von 0,1-0,2mm, damit klappt das super.
Ich bau aber auch keine Teile für Raketen mit 0,x mm Toleranzen, ich mach Kleinzeugs für Modellautos.
Und will ja auch überhaupt nicht sagen, dass das ganze kalibrieren quatsch ist, ganz im Gegenteil.
Ich wollt nur sagen, dass es sehr viel motovationsfördernder ist, sich an einem „richtigen“ Teil zu versuchen und daran halt zu arbeiten bis es gut (genug) rauskommt.

Nicht wenige geben den ganzen 3D-Druck gefrustet auf, weil sie irgendwelche Würfel und Boote nicht vernünftig drucken können. So, nu hör ich auch auf, abzuschweifen :ROFLMAO:
 

Mred

Mitglied
Mit einem schlecht eingestellten RC-Car auf Strecke gehen macht auch keine Laune.

Mit einem Meterstab der keinen Meter misst, ist es schwierig korrekte Dinge zu bauen.

Und wieder muss die Raketenwissenschaft herhalten:) Die Toleranz der gängigen Drucker liegt eh bei 0,1 mm oder auch grösser.

Wenn ich mir ein 30 mm Lüftergehäuse drucke, soll auch der 30 mm Lüfter reinpassen.

Jeder hat halt andere Anforderungen. Als Anfänger braucht man Vorgaben, solange man selbst keine Erfahrung hat. Ich suche noch immer die beste Einstellung für mein PETG.
 

uwe_q

Mitglied
Ich verstehe jetzt nicht
dieses hick-hack der 1000 Vorschläge.
Grundkenntnisse( und deren zusammenhänge) wurden bereits vermittelt.

@Dortmunder , so ein Würfel dauert ca 20 min, Spiele mit den Parametern, und dann bist du nach 1-2 Tagen durch.

....und Du hast , wie hier öfter geäussert wurde, auch Deine eigene Erfahrung gemacht,

Nicht aufgeben ist das Motto :thumbsup:
 

uwe_q

Mitglied
@Dortmunder
Hab auch einfach mal losgedruckt.
Nach ca 5 versuchen hatte ich dann meinen Würfel ( in ausreichender Qualität).
Da war das mit dem 3D-Programm schon schwieriger, weil ich mich erst durchwoozlen müsste.
Jetzt kann ich aber mit meinem Sohn würfelspiele wie "Mensch Ärger Dich nicht" Spielen, ohne immer zu verlieren. :ROFLMAO: .....weil die Unterseite der 6, also die 1 am schwersten ist, Rest ist hohl, nur dünne Wände..
70% ist immer ne 6.:ROFLMAO::ROFLMAO:

Mal Sehen, wann er das mitbekommt.

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Noch bissl nach Arbeit und gut ist's

LG Uwe
 
So ich habe weiter getestet.

X,Y & Z geprüft. Passen mMn alle. Mit meinem digitalen Messchieber konnte ich aufgrund der Bauweise nicht arbeiten, aber der gute alte Meterstab hat bei 20mm Steps von Anfang bis Ende immer gleich angezeigt. Wenn da die Schrittmotoren bedeutende Abweichungen hätten, hätte ich das auf meinem 300 x 300 x 305 großen Druckraum eigentlich merken müssen.

Vor dem nächsten Testdruck habe ich dann - da ja an der Hardware nicht verändert wurde - gleich noch einige Werte im PrusaSlicer 2.3.1 angepasst:
Layers & Perimeters:
Layer height 0,2 (unverändert)
First Layer height 0,4 (+0,1)
Avoid crossing perimeters an (alt aus)
Infill 15 (vorher 25)

Speed:
Perimeters 50mm/s (alt 60)
Small Perimeters 15mm/s (alt 20)
External Perimeters 60 mm/S (alt 60)
Solid infill 20mm/s (alt 30)
Top solid infill 15mm/s (alt 20)
Support material 60mm/s
Bridges 50mm/s (alt 60)
Gap fill 20 mm/s
Ironing aus (alt an)

Travel 120mm/s (alt 150)
First Layer Speed 20mm/s

Filament:
195 Grad (alt 190)
Bed 50 Grad (alt 60)
Fans always on (alt auto)

General:
Maximum feedrate X 500 mm/s
Maximum feedrate Y 500 mm/s
Maximum feedrate Z 8 mm/s
Maximum feedrate E 30 mm/S

Maximum Acceleration 3000mm/s
Maximum Acceleration 2000mm/s
Maximum Acceleration 60mm/s
Maximum Acceleration 1000mm/s
Maximum Acceleration 1250mm/s
Maximum Acceleration 1250mm/s

Maximum jerk X 10mm/s
Maximum jerk Y 10mm/s
Maximum jerk Z 0,2mm/s
Maximum jerk E 2,5mm/s

Hier die Ergebnisse rechts mit 0,2 mm Layer (Druckzeit 47 Min) und o.g. Einstellungen links 0,15 mm Layer und Perimeters auf 30mm/s statt 50 (Druckzeit 1h38 Min)

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Dann habe ich mir gedacht, für ein Funktionsteil am RC (Front Dustcover / Mudguard) reicht Dir die o.g. Qualität in Sunlu PLA+ mit 0,2 mm Layer aus. Nach Entwurf und Anleitung von @chons mit 100% Infill und Support gedruckt


Hier das Ergebnis nach 4h38 :(. Der Drucker steht im Keller und wurde nicht berührt. Nach ca. 3 h habe ich einmal nachgesehen, da war noch alles OK, aber der kritische Bereich auch noch nicht erreicht.

Wie kann es nach so langer Druckzeit plötzlich zum Layershifting kommen? Und das ganze 5x sowohl leicht nach vorne als auch stärker nach rechts??? (Aus der Fotoperspektive - gedruckt habe ich es so, dass der auf dem Foto linke Teil vorne und der rechte Teil hinten auf dem Druckbett stand.

Warum hat der Druck nur die hälft des oberen Drittels geschafft und dann glich 5x versetzt? Das der rechte "Fuß" kleiner als der linke ist ist korrekt, da dort im RC der Servo "im Weg " ist.

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