3D-Druck Hilfe bei der Bewertung meiner Testdrucke

Hallo zusammen,

ich bin seit einigen Tagen stolzer Besitzer eines Anycubic Mega X :D . Jetzt habe ich es endlich geschafft die Zeit zu finden mich ein wenig damit zu beschäftigen.
  • Aufbau nach Anleitung
  • Bed gelevelt in warmen Zustand (200 Nozzle / 60 Bed)
  • Prusaslicer eingerichtet (Stock Daten vom i3 Mega übernommen wie empfohlen (da 0,3mm Schichtdicke)
  • Erste Testdrucke gestartet (Anycubic PLA 200 Grad Nozzle / 60 Grad Bed)

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Klar erkennbar, hinten rechts ist das Bed noch zu niedrig. Das habe ich schon korrigiert. Die Kreise sind aber nicht "schön" gleichmäßig gefüllt. Bei den Quadraten oben die Diagonale Linie zu sehen. Was muss ich da ändern? Heattower folgt erst später (4h Druckzeit)
 
Als nächstes habe ich einen Würfel gedruckt.

Änderungen:
Die für den Mega X für Cura empfohlenen Einstellungen (soweit möglich) in PrusaSlicer übertragen und die
Schichtdicke von 0,3 auf 0,2 mm geändert.

Anycubic PLA 200 Grad Nozzle / 60 Grad Bed)

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X und Y gefallen mir schon ganz gut für den ungeübten Start, aber Z hat offensichtliche Fehler wie auch schon die oben gezeigten ersten Drucke.
 

Mred

Mitglied
Hast du den Drucker kalibriert?

Weiss ist für die ersten Tests eher ungünstig, ich würde rot ( ca 200) oder schwarz (ca 185 Grad) empfehlen.
Wenn richtig gelevelt ist, brauchst für den Würfel kein Rim, der sollte auch ohne sehr gut haften.

Zum Leveln drucke ich Winkel ca 10x100 mm Schenkellänge und 0,4 mm dick. Vorne links angefangen. Der Vorteil ist, man kann sehen in welcher Richtung noch justiert werden muss. 2 Durchläufe ergeben bei mir optimale Justage.
 
Hast du den Drucker kalibriert?

Weiss ist für die ersten Tests eher ungünstig, ich würde rot ( ca 200) oder schwarz (ca 185 Grad) empfehlen.
Wenn richtig gelevelt ist, brauchst für den Würfel kein Rim, der sollte auch ohne sehr gut haften.
Was meinst Du mit kalibrieren :unsure:. Ich habe das bed gelevelt und jetzt auch plan ausgerichtet. Mein Problem ist die "Kraterlandschaft" auf der Z Achse. Das kann doch nicht am bed level liegen.
 

Mred

Mitglied
Kalibrieren der Schrittmotoren und der Extruderförderung. Weisses PLA ist schwieriger zu drucken als andere Farben.
 

wolle

Mitglied
Das kalibrieren der Schrittmotoren ist der absolut wichtigste schritt.
Die schrittmotoren machen sogenannte steps.
Bei den achsen brauchst du da eigentlich nichts zu machen, wohl aber beim extruder.
Der Extruder födert dein Filament und wenn da was nicht stimmt oder der nicht richtig kalibriert ist, ist es...scheisse.

Ich erkläre kurz und ganz simpel mit der annahme das Du dich absolut null mit der Materie auskennst.

Dein schrittmotor des extruders macht sogenannte steps.
ein step ist normalerweise 1,8° d.h. die Motorwelle dreht 1.8° weit.
200 Steps wären also eine komplette umdrehung.

Nehmen wir mal an dein Extruder ist in der firmware mit 96Steps eingetragen.
In verbundung mit dem Zahnrad welches auf der Extruder welle befestig ist kommt man da auf eine...Übersetzung...

Theorie (ich kenne die steps deines druckers nicht)
Sagen wir mal, 96 Steps heißt das der Extruder 10mm filament fördert oder fördern soll.
Stimmt der wert nicht muss korrigiert werden.

Das ist die kalibration !
 

wolle

Mitglied
Weiter...

um den extruder zu kalibieren muss folgendes getan werden.

Zuerst muss der Bowden, also das röhrchen welches das filament fördert entfernt werden.
Desweiteren muss dem Drucker mit bestimmten befehlen gesagt werden das er filament fördern soll wenn die nozzle kalt ist.
Dann sollte man mit bestimmten befehlen 500mm filament gefördert werden.
500mm sind zwar viel, macht das ergebnis aber genauer.

Du markierst dir VOR dem Födern des Filaments mit einem Edding die 500mm.
Dann förderst Du 500mm filament und achtest darauf wo die markierung ist.
Hier geht es um millimeter !!!

Ist die Markierung VOR dem Extruder hast du zu wenig steps.
Ist sie hinter dem Zahnrad hast du zu viele steps.

dieser vorgan sollte 2-3 mal wiederholt werden.

Ich jetzt bewusst keine Befehle mit angegeben.
Hier ist eine passende anleitung mit rechner für die Steps.
 

wolle

Mitglied
Wenn Du das alles korrekt eingestellt hast dann hast du schon mal die Hardware so wie sie sein soll.

Weiter geht es dann mit dem Slicer.
Hier heißt das zauberwort Retract, Retract ist das A&O des 3D-Drucks.
Desweiteren noch die Extrusionsbreite und weiteres.

Für den Anfang sind deine Ergebnisse schon mal recht gut, aber da geht besseres ;-)
 

uwe_q

Mitglied
Ich zB wäre dankbar , wenn bei solchen Erklärungen nicht nur der englische Begriff verwendet wird, sondern zb "./<deutsch>" mit angegeben wird.

Hab mir mal die Mühe gemacht ( bei einzelnen Wörtern geht das ja meist noch ), das Wort Nozzle zu übersetzen ( lassen ).
...okay heißt Düse, aber wenn ich jetzt zB " phản lực" geschrieben hätte, wären auch 1000 Fragezeichen gekommen :D

Von daher fände ich das zB schöner.

Ansonsten gut erklärt, nur halt für non-englisch-"Experten" wie mich, immer schwer zu verstehen.

Lg Uwe
 

Mred

Mitglied
Das ist etwa so wie bei Computern, die Fachsprache ist Englisch und um die englischen Fachbegriffe kommt man nicht herum.
 

uwe_q

Mitglied
Das ist etwa so wie bei Computern, die Fachsprache ist Englisch und um die englischen Fachbegriffe kommt man nicht herum.
Ist ja richtig, aber hier steht zB ".de" bei der www-adresse.
Ein paar kleine ergänzende Worte in deutsch wären durchaus vertretbar.

( bei ".vn" mach ich das auch und brech mir dabei kein ab, und das obwohl ich dafür noch die Tastatur(belegung) ändern muss )
 

wolle

Mitglied
Man sollte die fachbegriffe so lassen wie die genannt werden.
wenn man in einem Beitrag wie hier noch mit der deutschen Übersetzung anfängt und im Internet danach sucht kann das schon ausarten.
such mal in google nach ner "heißen Düse" oder einem "heißen ende" , das ergebniß bringt dich sicher nicht dort hin wo du letztendlich hin möchtest. ;-)
hot nozzle/hot end hingegen als suchbegriff bringt dich da schon eher hin.

ich persönlich habe es auch nicht so mit englisch und finde diese "verenglischung" auch nicht toll, aber hier ist es unerlässlich.

ist wie bei den Computern, wenn ich jemandem sage er soll seinen klappcomputer oder handtelefon mitbringen versteht das auch keiner.
 
@wolle @Mred Danke für die Infos :thumbsup: Dann werde ich jetzt noch ein weing mehr lesen und dann weiter einstellen.

Hätte ich nicht gedacht, dass neben der Kalibrierung der Hardware vor dem Druck so viel zu beachten ist / das Slicen eine Wissenschaft für sich ist. Dachte immer das Konstruieren sei die einzige Hürde ;).

Aber Herausforderungen machen doch den Reiz an jedem Hobby aus und RTR bzw hier RTP wäre ja langweilig.:D.

Ich werde berichten.
 

Mred

Mitglied
Wenn der Drucker richtig kalibriert ist, ist das Leveln die wichtigste Voraussetzung für gute Drucke. Temperatur, Schichtdicke und Geschwindigkeit beeinflussen die Qualität. Das Zusammenspiel ist bei jedem Material, ja sogar Farbe unterschiedlich.

Je mehr man druckt, desto mehr bekommt man ein Gefühl und Ein Auge für die Ergebnisse.

Schon beim Konstruieren muss man wissen, wie es gut druckbar ist.
 

roliko

Mitglied
Zu den Löchern in Z, gibt es diverse mögliche Ursachen:
  • Zu wenig Kühlung oder zu heisser Druck
  • Überextrusion (gibt "gewurschtel")
  • Unterextrusion (sieht hier nicht danach aus)
  • Billige Düse
  • Zu dünne Top-Schicht
  • Zu wenig Infill
  • .... Vieles mehr...
Das wichtigste ist bei Problemstellen nicht davon zu laufen, sondern zu beobachten, was der Drucker genau macht. Dann Rückschlüsse ziehen und versuchen entsprechend einzugreifen (beim nächsten Druck)
 
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