Eigenbau Dornier Wal - 1:14 im Eigenbau

Juli666

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Aktuell bin ich fast täglich damit beschäftigt, den Flieger in GFK zu kleiden. Das ist eine langwierige Prozedur, da insbesondere die Rumpfunterseite sehr verwinkelt ist und ich dementsprechend immer nur Stück für Stück voran komme. Momentan besteht meine Hauptarbeit aus Schleifen, reinigen, Glasfasermatte zurecht schneiden, Harz anmischen, laminieren, warten, überstände wegschneiden, schleifen. Es ist keine schlimme Arbeit und geht gut von der Hand. Man muss sich allerdings vorher ein paar Gedanken danken machen, wie und in welcher Reihenfolge man die Matten am sinnvollsten legt um ein robustes Ganzes zu erhalten. Leider lohnt es sich in dieser Bauphase kaum ein Bild zu machen, da das GFK fast unsichtbar auf dem Flieger ist. Ich werde wohl auch noch ne Weile brauchen, bis alle Teile ordentlich in GFK eingepackt sind.
Übrigens: Die Rumpfunterseite, die Rumpfseiten und die Stummelflügel / Hilfsschwimmer werden in 49g/m² Gewebe verpackt, der Bug, bis zur Stufe, die Gleitfläche und die Stummelunterseiten sogar doppelt um Beschädigungen durch Treibholz oder Anlanden vorzubeugen, die Rumpfoberseite, die Motorgondel, das Leitwerk und die Tragflächen müssen sich aus Gewichtsgründen mit 25g/m² begnügen, das sollte reichen um das Holz ordentlich vor Wasser zu schützen und die Oberfläche weniger druckempfindlich zu gestalten.

Lg
 

Juli666

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Ich möchte mich mal wieder aus meinem Hobbyraum melden. Das Projekt Wal ist natürlich nicht gestorben, sondern hat sich nur etwas hinaus gezogen. Ich brauchte mal etwas Abstand... Aktuell mache ich aber wieder Fortschritte und ich bin einen riesigen Schritt weiter. Der Wal ist nun komplett beglast und ich habe die Serviceluke in den Rumpf geschnitten. Auch habe ich in der Motorgondel Ausschnitte für die Auspuffatrappen vorbereitet und der komplette Rumpf und alle Anbauteile sind bereits eine Runde geschliffen. Aktuell warte ich auf den Haftgrund um das Finish angehen zu können. Auch Servos sind bestellt, 2x Savöx SW 250-MG (wasserdicht) für die Tragflächen und 2x Savöx SH254 für den Rumpf, dort sollte kein Wasser eindringen.

Gewichtstechnisch sieht es folgendermaßen aus:

DSC_1816.JPG
Der komplette Rumpf845 g. Vergleicht man das mit der Seite davor, sieht man, dass der Flieger nun rund 100g Glasfaser und Harz trägt.

DSC_1818.JPG
ABER: Davon entfallen auch allein auf die Haube und ihren Unterbau 14g

DSC_1812.JPG
Insgesamt 1402g für alle Bauteile des Fliegers bislang, d. h. Ruderflächen, Motorhauben, Tragflächen, Rumpf und eingezogene elektrische Leitungen.

DSC_1813.JPG
So sieht das Türmchen aus.


Aber auch außerhalb dieses Projektes war ich fleißig und habe mir nen neuen kleinen Flitzer gebastelt. Jedoch lohnt es kaum deshalb ein eigenes Thema zu eröffnen. Es geht um einen kleinen Nurflügler den ich aus Depronresten frei Schnauze gebaut habe. Der Hauptholm ist aus Balsa und ich habe dem Rumpf ne dünne lage Glasfaser gegönnt um ihn etwas robuster zu machen.
DSC_1814.JPG
Igetauft habe ich den Kleinen Micro Delta.
Der Antriebssatz fehlt mir noch, aber Empfänger und Servos sind bereits verbaut.

DSC_1815.JPG
Wiegen tut er satte 67g bisher.

Nun bin ich gespannt was ihr sagt. Bleibt gesund in der Corona-Zeit, natürlich auch danach.
 

Juli666

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Ich habe gestern und heute wieder einige Stunden Arbeit in das Projekt Wal gesteckt. Sehen tut man davon leider nicht viel. Gestern hatte ich alles hauchdünn mit Multigrund gestrichen nur um heute alles wieder abzuschleifen. Der Multigrund setzt sich sauber in die ganzen kleinen Poren des GFK rein und macht diese dicht. Nach dem Abschleifen hatte ich eine glatte oberfläche, die mir anhand der Farbreste auch kleinere Fehler und Unebenheiten in der GFK-Haut offenbart hat. Diese habe ich dann ausgeschliffen und stellenweise etwas mit Feinspachtel aufgespachtelt - Was für eine staubige Angelegenheit!

Danach habe ich wieder begonnen eine Lage Multigrund aufzutragen. Die ersten Bauteile trocknen jetzt gerade vor sich hin. Einige Bauteile waren aber schon gut genug für eine Schicht Spritzspachtel. Mein Ziel für morgen: Alle Teile nochmal mit Multigrund gestrichen haben und teilweise wieder abgeschliffen zu haben.
An einer STelle bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich wieder durch das GFK durchgeschliffen habe. Diese Stelle werde ich mir morgen nach dem Schleifen nochmal genauer angucken und falls nötig nochmal etwas GFK nach legen. Es ist allerdings auch wenn überhaupt sehr wenig, sodass es auch sein kann, dass ich mich dazu entscheide das Holz nur mit etwas dünnflüssigem Sekundenkleber zu versiegeln und dann mit etwas Spachtel weiter aufzubauen.
 

Juli666

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Ein Zwischenstand. Nach 2 Mal Multigrund und schleifen habe ich nun eine nahezu perfekt glatte oberfläche und alle Poren scheinen mir geschlossen zu sein. Da ich aber auch an Stellen an denen sich mehrere Glasfasermatten überlappt haben etwas Material abgetragen habe, hat der Wal, wie sich beim Kontrollmessen herausgestellt hat, sogar etwas Gewicht verloren, was mich persönlich sehr gefreut hat, da ich sogar im Bereich der Rumpfnase an den Seitenwänden noch mit Feinspachtel beidseitig etwas aufgespachtelt habe um beim Biegen des Holzes entstandene Ungenauigkeiten auszugleichen.
Anbei das Beweisfoto.DSC_1823.JPG

Inzwischen sind auch die Servos angekommen. Jedoch verbaue ich diese, glaube ich, erst nach dem Lackieren im Rumpf. Als Nächstes wird flächig Spritzspachtel aufgetragen und dieser dann nass geschliffen, sodass hoffentlich auch letzte Unebenheiten verschwinden.
 
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Juli666

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Ein kurzer Zwischenstand, schmucklos und ohne Bilder: Ich kann Nassschleifen nicht mehr sehen. An der Stelle, an der ich durch das GFK geschliffen habe, habe ich inzwischen einen Flicken angebracht und bin nach und nach dran diesen dem Rest anzupassen. Heute Abend sollte, wenn alles klappt, davon nichts mehr zu sehen sein. Vermutlich noch heut und morgen und dann ist der Flieger wieder komplett geschliffen, wenn mich nicht vorher die blanke Unlust trifft und ich ein paar Tage Schaffenspause mache. Nicht die großen Flächen sind das Schlimme, sondern die ganzen kleinen verwinkelten Ecken am Rumpf, bei denen man unheimlich aufpassen muss alles gleichmäßig zu schleifen und trotzdem nirgendwo zu viel wegzunehmen. Der Spritzspachtel ist ja immerhin nur Spachtel und dient nicht der späteren Optik sondern soll Unebenheiten ausgleichen. Dementsprechend: Je weniger am Ende noch drauf ist, desto besser.

Edit: Darüber hinaus ist mir beim Spritzspachtel auftragen auf höhe des rechten Hilfsschwimmers ein größerer Läufer und darüber auf der Motorgondel 2 Kleinere passiert. Lag vermutlich an der nicht optimalen Ausleuchung auf dieser Seite, weshalb die Materialdicke nur sehr schwer einzuschätzen war. Diese unsichtbar auszuschleifen kostet besonders viel Vorsicht und Arbeit.
 
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Juli666

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Entschuldigt, dass ich euch so lange habe warten lassen. Es ist an dieser Baustelle natürlich wieder einiges passiert.

Bekannter Weise war das hier der Stand vor dem Auftragen der Spachtelmasse, aber der Rumpf bereits in GFK gekleidet



Hier sieht man, was das Teilepuzzle komplett mit GFK wiegt.





Danach begann meine oben näher beschriebene Tortur mit Füller und Spachtelmasse, welche mich zu folgendem Endergebnis führte, doch am Ende hat es sich gelohnt



Inzwischen ist der Flieger noch mal ein Stück weiter, doch gerade habe ich keine Möglichkeit Bilder auf den Rechner zu ziehen. Das sollte sich die Tage aber ändern, dann gibts wieder ein Update.
 

Juli666

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Wie versprochen lässt das nächste Update nicht lange auf sich warten. Dies hier ist nun der aktuelle Stand und es wartet nun wieder ne menge Feinarbeit auf mich, die man am Ende wieder nicht sieht.

Aber auf den nächsten Bildern sieht man nen deutlichen Fortschritt.

Hier sieht man den Rumpf mit der Motorgondel. Alles ist gespachtelt, geschliffen, grundiert, nassgeschliffen, die Grundform des Cockpits ist ausgearbeitet, die Mannlöcher im Rumpf angedeutet und die Stege angebracht.





Hier nun das komplette Ausmaß.
Man sieht, dass alle Steuerflächen, die Tragflächen und alle Abdeckungen ebenfalls lackierfertig vorbereitet sind. In den Tragflächen wurden die Serviceöffnungen für die Servos eingearbeitet. Das Gitter aus der vorderen Motorgondel musste ich nochmal entfernen. Das wird nachdem Lackieren nochmal neu eingepasst.








Das Projekt nimmt, wie man sieht, langsam Form an. Arbeit ist es aber noch mehr als genug. Trotzdem hoffe ich, dass ihr nen guten Eindruck über den aktuellen Zwischenstand bekommt.
 

Juli666

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Ärgerlich....
aber so ist das im Leben. Und wie so oft, wenn einen erst ewas so richtig nervt, entpuppt es sich nach 1-2 Nächten Schlaf als nicht so tragische Herausforderung. So auch in diesem Fall. Als ich mal wieder Bilder des Originals studierte und überlegte, wie ich das Eine oder Andere umsetzen könnte und wie sehr ich bei der Ausarbeitung ins Detail gehen sollte, fiel mir auf, dass ich beim Bauplan nicht alle Abweichungen zu meinem Original gefunden und beseitigt, oder zumindest ein Stück weit angeglichen habe. Eine (für mich gravierende Sache) habe ich wohl übersehen, aufgrund der Tatsache, dass ich vom Heck nur wenig Bilder habe. Eine Suche via Google verschaffte mir Gewissheit. Wie damals in den 1920er Jahren üblich, in denen die Luftfahrt mehr oder minder noch in den Kinderschuhen Steckte, wurde allerhand experimentiert. Auf dem Weg zum Optimum erhielten die Flieger mal den Motor, mal diese Flügelform, mal jede Leitwerksform und Auslegung. Kurzum, es gab in der Serie etliche Abweichungen und Prototypen. Der Amundsen N25 Wal hatte nicht wie in meiner Konstruktion ein gerade abgetrenntes Seitenruder und hohes Leitwerk, sondern ein niedriges Seitenleitwerk, bei dem der obere Teil der Ruderfläche als Pendelruder ausgelegt war.
Sollte ich das ändern? Ja, Nein, Nein, Ja, hin und her. Wem würde das schon auffallen, aber ich weiß es und es würde mich unendlich nerven. Also JA! Alles nochmal durchgeplant und Schablonen gemacht. Nun gut, Da muss ich nun durch. Säge her und Augen zu - oder besser doch auf, denn sonst sieht man nicht was man da sägt.

Hier zum Vergleich:

Alt:


Neu:


Die Grundformen im direkten Vergleich:



Dann mal Ran ans Werk, erst Mal alle Teile ausschneiden:


Als nächstes, das Innenleben verleimen:


Und nachdem beide Seiten zu sind und die Ränder angebracht sind alles ordentlich verschleifen. Leider hab ich vor lauter Arbeitseifer vergessen Fotos der Zwischenschritte zu machen. Aber das Endergebnis sieht im Vergleich zum alten Ruder so aus:


Wie man sieht, ist die Ruderfläche selbst deutlich größer. Das könnte vor Allem im Wasser von Vorteil sein, da ich bei dieser Version, ganz vorbildgetreu auf ein Wasserruder verzichtet habe. Amundsen ist schließlich zum Nordpol geflogen und hat auch Landungen auf Schnee und Eis hingelegt. Das hätte ein solches Ruder nicht verkraftet.

Zum Schluss muss man natürlich noch die Säge tatsächlich ans Leitwerk anlegen und sich trauen zu schneiden. Das habe ich dann auch getan und den Schnitt ordentlich verschliffen.


Jetzt muss ich natürlich auch das neue Werk wieder ordentlich in GFK packen, und genau das tue ich gerade, bzw. habe ich gerade angefangen. Aktuell trocknen die Teile bevor ich weiter machen kann.

Damit seid ihr wieder auf dem aktuellen Stand.
EDIT: Bevor ich's vergesse: Ich habe einige Teile für den 3D-Drucker im CAD-Programm erstellt. Unter Anderem fast die komplette Cockpitausstattung. Bis diese Teile zum Einsatz kommen, wird es zwar noch ne Weile dauern, aber es wäre doof, wenn es nachher daran hängt.
 
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Momentan glaube ich eher dass das Problem bei Deiner Ungeduld liegt. :ROFLMAO:
 

Juli666

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Ja, es geht hier noch weiter. Da ich aber momentan zugegebener Maßen in meiner Freizeit nicht viel Lust darauf habe zu basteln und bauen (Asche auf mein Haupt) stockt das Projekt derzeit etwas. Ich möchte aber auch nichts nur irgendwie hin klatschen, damit es Hauptsache irgendwie fertig wird. Derzeit habe ich beruflich viel um die Ohren, bin mittlerweile gezwungener Maßen in 2 Vereinen im Vorsitz, möchte auch anderen Hobbies noch irgendwie nachgehen. Da bitte ich um etwas Geduld und Verständnis. Ich verspreche, dass der Flieger definitiv fertig gebaut wird.

Zudem hat mich der Lack (der zum größten Teil inzwischen auf dem Flieger ist) sehr geärgert. Der Lack ist sehr körnig, als wäre die Schicht zu dünn gewesen. Habe ich nur einen Hauch dicker lackiert gab es gleich Läufer. Hat man versucht ein Zwischending zu treffen, sind die Stellen gerne seidenmatt geworden. Dabei hab ich mich wirklich an die Herstellerangaben gehalten, was die Lackierung angeht. So habe ich am Ende ne ganze Menge Nacharbeit bis ich halbwegs zufrieden bin.
 

Juli666

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Nachdem nun nach und nach doch vieles am Projekt "N25 Wal" geschehen ist, wollte ich euch auch mal wieder auf einen aktuellen Stand bringen.
Der Wal ist inzwischen lackiert, die Ruderflächen wurden angebaut und die 3D Druck Teile nachdem ich sie im CAD erstellt habe bei einem Freund zum Druck in Auftrag gegeben, was aber noch etwas dauern kann. Die Elektronik ist soweit vorbereitet.

Die Revisionsklappe für die Motorgondel muss aber noch mal überarbeitet werden, diese ist etwas klein. Aber das ist kein Problem.
Die Tragflächenservos sind ebenfalls schon eingebaut und haben richtig Kraft. Ich denke zwar nicht, dass sie dieses Jahr noch fliegt aber ich hoffe sehr auf Nächtes.

Entschuldigt bitte, wie immer, das Chaos auf den Bildern.

DSC_2785.JPG

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DSC_2786.JPG
 
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Juli666

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Mini Update:

DSC_2890.JPG

Ich habe den Sonntag dazu genutzt das Cockpit zu gestalten, nachdem die ersten 3D Druck Teile bei mir eingetroffen sind.

Und ja, das dezentrale Instrumentenbrett hat seine Richtigkeit, wie auf nachfolgendem Link, der zu einem Bild vom Original führt zu sehen ist. Auch saß hier damals der Flugkapitän rechts.
 
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