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Tech-Tipp Arrma Kraton V3 2018 Differenzialöle

Dieses Thema im Forum "allgemeine Mechanik [Fahrzeugmodelle]" wurde erstellt von Scarcrow, 10. Januar 2019.

  1. Scarcrow

    Scarcrow Mitglied

    Servus zusammen,

    ich hätte eine Frage zu den verschiedenen Differenziale im Kraton 2018. Ich muss nämlich eh bald die Kugellager wechseln...bzw. durch bessere austauschen....da würde ich dann gleich die Diffs neu befüllen.

    In der Anleitung steht, dass man in jedes Dif 10.000 cst Öl einfüllen soll. Passt das oder hat jemand Erfahrung mit einer anderen Zusammensetzung.

    Ist 10.000 cst eher dickflüssig oder nicht?

    Was heißt genau das Mitteldiff sperren....?! Wozu überhaupt?

    Welche Zusammensetzung könnt ihr mir bei dem Kraton 2018 empfehlen?

    Grüße
    Andi
     
  2. UnknownUser69

    UnknownUser69 Mitglied

    Im Bashersegment ist 10k cst eher wenig.

    Also, was macht ein Diff überhaupt: ein Diff verteilt die Kraft des Motors auf die Räder, genauer gesagt bekommt das Rad welches weniger Widerstand hat mehr Leistung (bei den Diffs vorne und hinten). Wenn du nun das Diff sperrst, dort also dickflüssiges Öl einfüllst, welches es dem Diff schwerer macht zu arbeiten, dann wird diese soeben beschriebene Wirkung des Diffs immer kleiner. Einfaches Beispiel: Du fährst mit einem nicht gesperrten Diff und ein Rad hebt sich dabei (aus welchem Grund auch immer) vom Boden, wenn du dann viel Gas gibst passiert so ziemlich nichts, da die gesamte Leistung an das Rad geht welches in der Luft hängt. Wenn du dein Diff jetzt gesperrt hättest, dann würden trotzdem auch noch die anderen Räder angetrieben werden, jeder würde dann quasi ein gleich großes Stück vom Kuchen (also von der Leistung) abbekommen, und nicht irgendjemand alles. Wozu braucht man so ein Diff dann überhaupt? Wenn du ein Diff komplett sperrst kommst du schlechter um Kurven als vorher, da sich dann das kurvenäußere Rad nicht mehr schneller drehen kann als das kurveninnere Rad. Deshalb versucht man das mit verschieden dicken Ölen passend abzustimmen, also an sich einen Kompromiss zu finden.
    Im Mitteldiff ist das eigentlich genau das gleiche, nur dass hier nicht die Kraft zwischen dem Rad links und recht verteilt wird (also so wie bei den anderen Diffs), sondern die Kraft wird zwischen der Vorder- und Hinterachse verteilt. Warum muss man das bei einem Basher ziemlich stark sperren? Angenommen du sperrst das Diff nicht stark und gibst dann Vollgas. Die Front wird dann logischerweise "leicht", weil das Auto die Tendenz hat richtung Wheelie zu gehen. Wenn das allerdings passiert, hat ja die Vorderachse einen kleineren Widerstand als die Hinterachse und so geht die ganze Leistung nach vorne. Diese Räder (wie soeben gesagt) haben aber weniger Bodenkontakt, somit bleibt dann auch die wirklich starke Beschleunigung aus. Im schlimmsten Falle bekommen dann die Vorderräder beim Wheelie die gesamte Leistung und diese "verpufft" dann in der Luft. Wenn du nun aber das Diff relativ stark sperrst, dann wird die Leistung nicht mehr nach vorne/hinten verteilt, sondern jede Achse bekommt etwa 50% ab, fertig. Somit kannst du, auch wenn die Vorderräder keinen allzu guten Kontakt zum Boden haben, trotzdem durchgehend fast voll beschleunigen, sogar im Wheelie. Aber auch hier ist wieder der Nachteil zu nennen, dass das Auto dadurch etwas an Agilität verliert und viel mehr Wheelies macht (für manche Leute ist das ja ein Nachteil).

    Ein gutes Grundsetup für eigentlich jeden Basher ist 50.000 cst vorne, 100.000 cst in der Mitter und 50.000 cst hinten. Von da an kann man sich dann auch gut ins Thema reinarbeiten und ein passendes Setup finden. Das ist nämlich auch das Problem, weshalb wir dir nichts perfektes empfehlen können. Es kommt nämlich nicht nur auf das Auto und auch auf den Untergrund sowie auf die Einsatzzwecke an, sondern vor allem auf den Fahrer.

    Ich hoffe ich konnte etwas helfen. :)
     
  3. Boliseiaudo

    Boliseiaudo Mitglied

    Nun, wie Carsten schon sagte, das kommt auf deine Vorlieben an.
    Die von Arrma angegebenen 10k/10k/10k (v/m/h) sind aber deutlich zu wenig.
    Keine Ahnung, ob die 10k in der Mitte 'nen allgemeiner Druckfehler sind, oder was
    die sich sonst dabei gedacht haben? Im "kleinen Bruder", dem Outcast, geben sie
    nämlich die deutlich realistischeren 100k in der Mitte an.

    Als Grundsetup würde ich mit 60 bis 80k vorn, in der Mitte ab mindestens 150...
    bis 250k und hinten mit 30 bis 60k starten.
     
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  4. Scarcrow

    Scarcrow Mitglied

    Ist der Materialverschleiß bei einem fast gesperrte Dif in der MItte nicht vorne und hinten höher?

    CST und CPS Werte kann man 1:1 umrechnen oder?

    Also 60 000 CPS sind 60 000 CST?
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Januar 2019
  5. Boliseiaudo

    Boliseiaudo Mitglied

    Wieso "fast gesperrt"? Fast gesperrt is, wenn du da irgendwas über
    2Mio. reinkippst. :D Gibt sogar Leute, die fahren 500k... 1Mio. oder
    sogar 2Mio. in den Mitteldiffs ihrer Arrmas. Auch ich überlege beim
    nächsten Wechsel 500k zu probieren - momentan hab ich 150k drin.

    Und dem Diff is dickeres Öl sogar zuträglich, weil's weniger arbeiten
    muss/kann. Maximal die Outdrives und Wellen leiden etwas mehr, da
    die aber keine Schwachpunkte bei den Arrmas darstellen, is das Ganze
    eigentlich kein Thema.


    Tante Edit: Ja, cSt und cPs werden 1:1 gerechnet.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Januar 2019
  6. Scarcrow

    Scarcrow Mitglied

    Ich werde jetzt mal 70k vorne 150k mitte und 40k hinten testen. Was meint ihr?
     
  7. Boliseiaudo

    Boliseiaudo Mitglied

    Auf jeden Fall 'ne gute Ausgangskonfiguration auf der man aufbauen kann. :thumbsup:

    Ich bin mir jetzt nich 100%ig sicher, aber ich meine, das is genau das Setup,
    wie ich auch gerade fahre.
     
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  8. UnknownUser69

    UnknownUser69 Mitglied

    Jup, hört sich gut an.

    Und nein, vorne wird der Verschleiß nicht höher sondern sogar niedriger! Das kommt daher, da die Leistung beim Beschleunigen dann nicht mehr zum Großteil auf die Vorderräder übertragen wird. Dementsprechend ist die Belastung beim hinteren Diff natürlich größer, aber das ist überhaupt nicht im Verhältnis, dass man sich darüber großartig Gedanken machen müsste ;)

    Pass beim Ölkauf bitte nur drauf auf von einer Marke zu kaufen. Diese cst Werte sind lieder nicht genormt und somit kann es teils sehr große Unterschiede zwischen den einzelnen Marken geben. Innerhalb einer Marke also bleiben um sich ein gutes Setup zu bauen.
     
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  9. Boliseiaudo

    Boliseiaudo Mitglied

    Naja, bei Diffölen kommt's nich unbedingt auf +/-10 Prozent an - in der
    Größenordnung machen die den Kohl nich fett.
    Aber is schon richtig, ich hab mich ja auch auf die Ultimate Racing Öle
    eingeschossen.
     
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  10. Scarcrow

    Scarcrow Mitglied

    Ich hab mir die Ultimate Racing Öle von Metz bestellt. Hoffe ich hab jetzt kein schmarn gekauft?!:confused::eek:

    Aaahh deinen post überlesen Boliseiaudo...offenbar doch nicht verkehrt.
     
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  11. Boliseiaudo

    Boliseiaudo Mitglied

    Haste nix falsch gemacht. :thumbsup:

    Ultimate Racing hat zwar auch seine Abweichungen - also wenn man
    nach irgendwelchen DIN/ISO...schießmichtot Vorgaben messen würde.
    Nur die leisten sich kaum "Ausreißer" - die Abweichung is also über die
    gesamte Produktpalette relativ konstant, sodass man für sich 'ne gute
    Richtschnur hat und nich mit Überraschungen rechnen muss.
     
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