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Tech-Frage Ab welcher Spannung ist ein NiMH defekt?

Dieses Thema im Forum "E-Motoren & Regler [Fahrzeugmodelle]" wurde erstellt von UnknownUser69, 9. November 2019 um 19:50 Uhr.

  1. UnknownUser69

    UnknownUser69 Mitglied

    Hallo Leute.

    Mit NiMHs kenn ich mich so 100%ig aus, deshalb hier mal die Frage: ab welcher unbelasteten Spannung ist eine NiMH Zelle unwiderrufbar gestorben (in Bezug auf Tiefenentladung)? Ich hatte mal was von 0,9V pro Zelle gehört, kann das jemand bestätigen?

    MfG Carsten
     
  2. Boliseiaudo

    Boliseiaudo Mitglied

    0,9 is nich die "Todesgrenze", sondern die Entladeschlussspannung. ;)
    Um genau zu sein, 0,8 beim Standard-NiMh und 1,0 beim Ready to Use
    (Eneloop).

    Wirklich kritisch wird's unter 0,5V, wobei er selbst darunter noch nich
    100% tot wäre. Mit Geduld kriegt man 'nen NiMh - selbst wenn er
    längere Zeit bei 0,0 gelegen hätte - wieder reanimiert - zwar nich auf
    volle Leistung, aber es geht. Sowas wäre beim Lithium undenkbar.

    Insgesamt isses sowieso unmöglich, den Zustand eines Nickel-Akkus
    rein über die Spannung zu definieren. Anders als beim Lithium,
    verschwimmen da die Grenzen. Man kann die Dinger sogar soweit
    treiben, dass die sich umpolen - dann wird aus Plus plötzlich Minus. :D
     
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  3. UnknownUser69

    UnknownUser69 Mitglied

    Vielen Dank für die detaillierte Antwort, wie von dir gewohnt sehr hilfreich! :thumbsup:

    Bei mir gehts einfach um NiMHs die hier schon längere Zeit lagern, mittlerweile haben die noch ca 0,8V pro Zelle insofern wären die laut deiner Aussage ja wahrscheinlich (!) zumindest noch nutzbar.
    Ähhhh, okeeeey o_O:D
     
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  4. Rc-Pit187

    Rc-Pit187 Mitglied

  5. Smoerrebroed

    Smoerrebroed Mitglied

    Nickel-Metallhydrid. Das ist eine Akkutechnologie aus dem letzten Jahrtausend. ;)

    @UnknownUser69 Wie @Boliseiaudo schon schrieb, brauchst Du ggf. ein Ladegerät, welches die Akkus durch mehrfache Zyklen wieder trainiert. Das können auch schon mal zehn oder mehr Zyklen sein.

    LG

    Roland
     
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  6. BlackbirdXL1

    BlackbirdXL1 Mitglied

    Ein simples IMAX B6 kann sowas, die Zyklenzahl ist einstellbar.
     
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  7. UnknownUser69

    UnknownUser69 Mitglied

    Wollte grad schon sagen, das sollte ja wohl nicht das Problem sein, da muss ich mir nur mal eben nen passenden Adapter zum Laden für löten.

    Und keine Bange, ich bin jetzt nicht unter die Historiker gegangen, ich bleib bei LiPos :D Die Akkus sind für nen Kumpel, der seinen alten Tamiya grade wieder zum Laufen bringt und ich habe halt eh keine Verwendung mehr für die Dinger ;)
     
  8. 114SLi

    114SLi Mitglied

    Das B6 und seine Nachbauten können zwar NiXX zyklisch laden und entladen, aber aufgrund der geringen Entladeleistung dauert das sehr lange.

    Ich würde die Akkus formieren (Ladung mit 1/10 C und komplett abgeschaltenen Überwachungen für ca. 16 Stunden) und danach entladen. Um das ganze aber etwas zu beschleunigen nicht mit einem B6 Lader, sondern mit einem Gerät das eine höhere Entladeleistung hat (eine H4 Lampe aus dem Auto tut es auch, in Kombination mit einem Multimeter zur Überwachung der Spannung und manueller Abschaltung). 5 A sollten es schon sein, damit man dann auch eine Aussage treffen kann, ob der Akku wieder brauchbar ist. Selbst ein alter Tamiya zieht gerne mal 15 A, das sollte der Akku abkönnen ohne so stark einzubrechen das die Elektronik nicht mehr versorgt werden kann.

    Nach dem zweiten Formieren sollten die Zellen dann gut genug angeglichen sein das man das Schnellladen beginnen kann. Hier steigert man sich langsam von 0,5 C auf 1 C, jetzt sollten auch die Abschaltvorrichtungen des Laders wieder aktiv sein.
     
  9. tobi-KS

    tobi-KS Mitglied

    So war das beim Westerwelle glaub damals auch :thumbsdown:;)
     
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  10. Smoerrebroed

    Smoerrebroed Mitglied

    Das B6 kenne ich nicht, genau so wenig wie die meisten aktuellen LiPo-Lader, aber ich habe bereits festgestellt, dass NiMH halt nicht mehr so gefragt ist, von hoher Entladeleistung, die den meisten günstigen Ladern fehlt ganz zu schweigen.

    Mein Graupner-Lader hat bspw. noch einen spezielles Wiederbelebungsprogramm, welches ich allerdings noch nie genutzt habe.
     
  11. BlackbirdXL1

    BlackbirdXL1 Mitglied

    Ebensowenig wie man die Akkus am Anfang mit hohen Strömen lädt, sollte man sie auch nicht mit hohen Strömen entladen.

    Erst wenn sie sich "normal" verhalten kann man die Ströme erhöhen. Soviel Zeit sollte sein, wir sind ja nicht auf der Flucht.
     
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  12. Boliseiaudo

    Boliseiaudo Mitglied

    Zum Formieren würde ich...

    Wie schon angesprochen, mehrere Zyklen mit 0,1C Ladestrom. Delta Peak auf
    Maximum, Zeit und andere Begrenzungen abschalten. Der Ladevorgang sollte dann
    16 Stunden dauern - danach manuell abbrechen.
    Nich wundern, der Akku wird dabei maßlos überladen - kein Grund zur Sorge, das
    is so gewollt. Durch den geringen Ladestrom sollte sich die Temperatur, trotz der
    Überladung, in Grenzen halten - trotzdem bitte im Auge behalten.

    15 Minuten Pause.

    Mit 1C entladen auf 0,9V/Zelle. Das wäre dann in etwa einer Stunde gegessen.

    15 Minuten Pause.

    Repeat...

    Nach etwa 3 bis 5 solcher Durchgänge sollte der Akku wieder fit sein.

    Danach kann Delta Peak wieder auf Default (7mV) gestellt werden und die anderen
    Sicherheitsabschaltungen (soweit vorhanden) wieder aktiviert werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. November 2019 um 12:12 Uhr
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