Wettbewerb 24h Andernach 2020

Jojo81

Mitglied
Guten Abend,

vor ein paar Wochen erreichte mich über Umwege eine Nachricht, das Ende September das 24h Rennen in Andernach ausgetragen werden soll. Da ich schon länger gerne mal Langstrecke fahren wollte hab ich mir gedacht, ja, dann mach das doch.

Hm... ok, alleine ist schlecht. Braucht nen paar Leute die mitziehen... hm... . Ok, erstmal einen angerufen wo ich genau wußte, der ist dabei. Und es war so. Prima, schon mal zu zweit + einen Helfer der nicht fährt.

Veranstalter kontaktiert und viele Fragen gestellt und auch beantwortet bekommen. Nicht schlecht. 5- 7 Fahrer wären gut sagt, sonst wird du nicht glücklich sagt er. Ok, er richtet das wohl das 21. Mal dies Jahr aus, er sollte es wissen.

Ok, Birne angemacht und gegrübelt... bissel Lernsaft getrunken... hm... ja und dann mal nen paar Leute abtelefoniert. Viele haben gleich abgewunken. Och nö, das mir zustressig, ne keine Zeit usw.

Nun ja schlussendlich hab ich dann 6 Fahrer ( u.a. @Smilefish76 hat sich bereit erklärt den Quatsch mitzumachen ) + ein Helfer zusammen bekommen und dem Veranstalter geschrieben, jo wir sind dabei. Das wurde erfreut zur Kenntnis genommen. Ich hab Unterlagen aus dem letzten Jahr bekommen, aktuelle folgen nach.

Anfang der Woche dann noch ein Telefonat mit dem Veranstalter, da wurde mir dann auch zugesichert, das wir einen Startplatz haben. Das offizielle folgt alles noch, ist alles in Arbeit.

Ja, die gute Nachricht gleich verbreitet, bissel Urlaub genommen und jetzt warte ich auf den Papierkram und wann ich die Karo bekomme usw.

Vorab wird es die Karo mit Lichtset gegeben, muss dann entsprechend vorbereitet werden. Servo, Funke, Empfänger, Ladegerät, Auswahl an Werkzeug die noch bekannt gegeben wird, das sind so die Sachen die man sich besorgen muss. Karo soll nach Racing aussehen. Ok, bekommen wir irgendwie hin. Versuche auch noch nen Sponsor zu bekommen, dann wird die Karo ggf. dementsprechend lackiert.

Bausatz, Combo, Akkus, Reifen gibt es dann vor Ort.

Werde demnächst mal in Andernach anhalten und mir mal die Strecke anschauen und die Umgebung und was da so ist.

Den weiteren Werdegang bis hin zum 24h Rennen werde ich hier berichten. Vielleicht dann sogar später mit einer Art Liveticker mit Zwischenständen etc.

Zum Thema Langstrecke ist hier im Forum ja eher noch nichts geschrieben, denke da kann so ein Bericht ja nicht schaden. Hoffe das ist jetzt hier an der richtigen Stelle.

Ja... ich bin gespannt und freu mich drauf. Hoffe das wird ne coole Nummer.

Gruß Jojo
 

Hasi.9

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Die 24h Stunden von Andernach waren in der Vergangenheit immer Onroad meines Wissens und werden tatsächlich schon ziemlich lange ausgerichtet.

Mit welchen Chassis wird denn aktuelle gefahren? Das letzte Mal, an das ich mich erinnere, waren das die TT-01E mit der Porsche VIP-Karo (meine ich).
Karosserie gab es vor dem Rennen, damit die schon mal lackiert ist, den Rest erst vor Ort... Zusammenbau dann direkt vor dem Rennen.

Ist schon eine coole Veranstaltung :)
Wann ist das denn genau und wären da ggfs. Zuschauer erlaubt?
Gefahren wird dann Outdoor auf Asphalt?
 

Jojo81

Mitglied
Aktuell ist es wohl vo Yokomo das Einsteigerchassis. Keine Ahnung wie da die genaue Bezeichnung ist.

26. - 27.09.2020 soll es statt finde.

Keine Ahnung ob Zuschauer erlaubt sind. Offizielle Unterlagen sind noch nicht raus. Und Corona tja...

Gefahren wird nach meinem Kenntnisstand Outdoor auf Asphalt
 

Hasi.9

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Hm... mit Zuschauen hat sich bei mir eh erledigt, an dem Wochenende habe ich keine Zeit :( Wäre sonst eventuell mal mit Kamera vorbeigekommen.
 

Kasi-Hasi

Grashüpfer
Jetzt hab ich das erstmal gerafft, du kommst nicht mit eigenem Auto an sondern nur mit deinem Werkzeug? und alles was du brauchst, steht vorort im Karton und dann wird erstmal geschraubt gebohrt geklebt?
 

Hasi.9

Autor
Jetzt hab ich das erstmal gerafft, du kommst nicht mit eigenem Auto an sondern nur mit deinem Werkzeug? und alles was du brauchst, steht vorort im Karton und dann wird erstmal geschraubt gebohrt geklebt?
Exakt - so hat jeder die gleichen Voraussetzungen und ein neues Fahrzeug.
Das Chassis ist im Startpreis mit inbegriffen, genau wie 2 oder 3 Akkus, der Motor etc. - Funke weiß ich grad nicht.
So war das zumindest in der Vergangenheit, meines Wissens.
Das ganze Team fährt die 4 Stunden auch komplett nur mit dem einen Chassis.
 

Cartman

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Hab vor etlichen Jahren auch mal an einem 24h Rennen teilgenommen. War damals noch mit dem TT-01 Chassis und Porsche Karo, die einem originalen Rennwagen in der Lackierung entsprechen musste. Die gab es vorab. Kurz vor dem Rennen gab es dann das Chassis, welches vor Ort montiert werden musste. Elektronik musste man selber mitbringen. Nur Motor und Reifen wurden vom Veranstalter kurz vor dem Rennen ausgegeben. Da musste man auch mit einer vorgegebenen Anzahl auskommen. Die Karos mussten auch mit Licht ausgestattet sein, welches nicht ausfallen durfte. Ist es in der Nacht ausgefallen, musste man sofort an die Box und das reparieren. Ein Ausfall des Lichts bedeutete gleichzeitig das vorzeitige Ausscheiden aus dem Rennen.

Wir waren damals mit 6 Fahrern angetreten (glaube ich) und waren ein total zusammengewürfelter Haufen, die vorher - bis auf einen Fahrer - noch nie auf einer Strecke gefahren sind und teilweise noch nicht mal On-Road gefahren sind. Die anderen Teams waren sehr unterschiedlich stark. Es gab ein reines Wettkampfteam, das direkt mit 50 Akkus aufgeschlagen ist und diverse High-End ESCs in Harz eingegossen hatten und dann gab es noch Teams, die mit minimalem Materialeinsatz auskommen mussten, weil weder das Equipment, noch die Erfahrung vorhanden war.

Wir hatten uns vorgenommen, dass jeder ein oder zwei Akkus fährt und dann ein Fahrerwechsel vorgenommen wird. Unser erfahrenster Fahrer hat jedoch auch mal mehr Akkus durchgefahren. In der Nacht hat es dann angefangen zu regnen und es wurde deutlich anspruchsvoller. Außerdem ist die Elektronik dabei so oft ausgefallen, dass teilweise nur noch zwei Autos auf der Strecke waren. Da hatten wir angefangen eine Rotation für Schlafpausen einzuführen. War letztendlich aber nicht nötig, weil uns ein ESC nach dem anderen abgeraucht ist und die Akkus auch langsam unter den ständigen Schnellladevorgängen zu Grunde gegangen sind. Irgendwann war dann ein kleines Team von einer Fachzeitschrift vor Ort und hat das Wettkampfteam interviewt. Als die weg waren, hat das Wettkampfteam einfach alles liegen lasse und ist nach Hause gefahren...die hatten wohl gar keinen Bock. Jedenfalls ist dann auch ein Team nach dem anderen ausgefallen und gegen 5 Uhr morgens haben auch wir unsere Sachen gepackt und haben uns auf die Heimreise gemacht. Wir sind am Ende auch nur noch auf den Felgen gefahren und hatten schon den zweiten Motor im Einsatz. Es war abzusehen, dass wir es auf keinen Fall ins Ziel geschafft hätten. Der Veranstalter hatte zwar noch angedeutet, dass sie einen weiteren Reifensatz freigeben würden, aber selbst damit hätten wir nicht weitere 6 Stunden fahren können. Dafür fehlte uns der Skill reifenschonend zu fahren. Überhaupt fehlte uns der Skill und da wir alle aus dem Off-Road Bereich kamen, waren auch kleine Rempler für uns ganz normal. Offensichtlich ist das bei den On-Road Luschen nicht der Fall. Einer ist sogar heulend vom Fahrerstand gestürmt, weil wir ihn wohl in einer Kurve erwischt hatten und er dadurch einen Platz verloren hatte...Weicheier :sneaky: Dafür bestand unsere Karo am Ende zum Großteil aus Panzertape und wir waren etliche Male kurz vor der Disqualifikation, weil das Licht nicht funktioniert und unser Spoiler nur noch am seidenen Faden hing.

Falls ich euch ein paar Tipps mit auf den Weg geben darf:
- haltet euch in der Startphase zurück und schont das Material. Es geht nicht ums schnell Fahren, sondern um beständige Rundenzeiten und wenige Reparatur-Boxenstopps.
- macht ausreichend Fahrerwechsel! Wenn die Konzentration einmal futsch ist, dann braucht ihr eine länger Zeit zum Erholen.
- nehmt ausreichend viele Akkus und Ladegeräte mit, die alle den gleichen Stecker haben.
- nehmt von der selbst mitzubringenden Elektronik alles in doppelter und dreifacher Ausführung mit und denkt auch da an die Akkus (Funke).
- zwischendurch Nickerchen machen...ihr werdet wahrscheinlich alle zur gleichen Zeit müde.
- die Nacht wird sehr hart. Müdigkeit und Langeweile machen euch das Wach bleiben schwer...

Bei uns war es auch so, dass manche Teams die Regeln sehr stark gedehnt haben. Überlegt euch wie weit ihr geht...
 

Hasi.9

Autor
da wir alle aus dem Off-Road Bereich kamen, waren auch kleine Rempler für uns ganz normal. Offensichtlich ist das bei den On-Road Luschen nicht der Fall.
Naja, an sich gehört es bei Rennen generell zum guten Ton, dass man sauber überholt und nicht dadurch, dass man den anderen aus dem Weg rempelt. Passiert das doch mal, wartet man normalerweise fair und lässt den anderen wieder vorbei.
Wie viel an Remplern dann geduldet wird, kommt immer drauf an, wie gut sich die Leute kennen und wie entspannt das von selbigen gesehen wird.
Bei uns im Verein untereinandern ist das an sich auch kein Problem - da kommen dann nachher Sprüche wie "du hast nur gewonnen, weil du mich rausgeschossen hast", aber wirklich übel nimmt einem das keiner. Passiert halt mal und ist auch nicht beabsichtigt.
Gibt aber welche, die nehmen alles bierernst und mit denen sollte man sich dann natürlich nicht anlegen nach Möglichkeit. Finde ein solche extreme Verbissenheit immer schade, aber ein Gewisser Ehrgeiz ist immer dabei.
 

Cartman

Mitglied
Wir haben da niemanden rausgeschoben, um zu überholen. Das waren auch keine Crashs, wo einer von der Strecke geflogen ist. Meiner Meinung nach war das ganz einfach Kampflinie von beiden Seiten und da sammelt man ein bisschen Reifenabrieb mit der Karosserie ein. Damals war das bei uns Off-Roader sowas wie "Respekt" bezeugen. Ich hatte mir On-Road immer wie DTM vorgestellt. Aber das waren eher Glücksbärchis in ihren fliegenden Wolken... Ich kann mich auch noch erinnern, dass sich noch ein anderes Team darüber lustig gemacht hat, wie sehr die überreagieren. Das waren letztendlich nur TT-01. Ich hätte Verständnis dafür, wenn das fragile high-end CFK Flitzer gewesen wären, wobei das Wettkampfteam auch nicht unbedingt mit Samthandschuhen an die Sache gegangen ist. Für mich war On-Road nach dem Erlebnis jedenfalls gestorben. Bin da lieber bei den Off-Roadern geblieben, wo bei jedem Rempler gejubelt wurde und beim Crash die Punktekarten gezückt wurden.
 

Hasi.9

Autor
Meist gehen eher die TT-01 kaputt als die CFK-Flitzer :)

Da hast du dann aber wirklich ein Extrembeispiel in diesem Team getroffen - dass Kampflinie gefahren wird, ist normal, da kann das dann passieren.
Der Normalfall ist das Team jedenfalls nicht :)


Nun aber zurück zu Jojo :D
 

Joungmerlin

Mitglied
Da das ganze ja bei MR33 bzw. Arena33 stattfindet, werden die Ansprechpartner Toni Reinhard und/oder Bruno Czernik sein.
Beide kann man auch via Facebook erreichen.
 
Ich habe zwar im Grunde kein Interesse an Glattbahner... aber "Just for Fun" würde ich mal mit machen wollen...

Upppssss.... habe ich das wirklich geschrieben... :oops:
 
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