Wettbewerb 1/10 Speedchallenge 2020

Etosch

Mitglied
Hm.. Ausflug in Steuerungs- und Regelungstechnik... - ne, das lass ich lieber. Die Gyros in Car Empfänger sind zusammen mit den Servos zu langsam, um bei Fahrzeugen wie dem Limitless funktionieren zu können. Das steht z.b. auch in der Anleitung für Spektrum AVC verklausuliert drin: man soll bei schnellen Fahrzeugen die Empfinglichkeit herunterregeln. Das Komplettsystem neigt sonst zum Aufschaukeln und Übersteuern.

Ich meine Graupner hat nur Flugempfänger mit Gyro im Angebot, daher hatte ich dazu nicht extra was geschrieben - kann mich aber irren.
 

Spritschlucker

Mitglied
Direkt angetriebene Räder, ganz ohne irgendwelche Zahnräder oder Zahnriemen. Statt der Freilaufhülse auf der Vorderachse zwei kleine Outrunner, und statt der HinterachStarrwelle ein großer Outrunner. Mal schauen ob ich dafür ein paar passende Motoren für die 15000Umin am Rad finden kann. Zusammen mit den drei nötigen ESCs könnte man variable DriveRation, Vorderachsbremse und elektrisches VorderachsDiff realisieren.
Ein sehr waghalsiges Projekt!
Meiner Meinung nach wird das nicht funktionieren, denn die beiden Frontmotoren werden nie exakt synchron laufen. Es ist schon kritisch mit je einem Motor auf Frontachse und im Heck, das hat schon Jemand mit einem VG8 Umbau probiert und es hat nicht wirklich gut funktioniert.
Aber wir sind gespannt...;):thumbsup:
 

M1-Fahrer

Mitglied
Sowas gab es schon mal, von Carrera Structo, vor 40 Jahren...

1596056622934.png
Da gab es verschiedene Grundmodelle mit verschiedenen Vorder- und Hinterachs-Konstruktionen, Frontantrieb, Heckantrieb mit einem Motor+Differential oder 2 getrennten Motoren, kombinierbar von 1 bis 4 Motoren in einem Fahrzeug an einem Fahrtregler , alle basierend auf der gleichen Basisplatte und beliebig kombinier und umbaubar.
1596056869152.png
Vorderachse mit 1 Motor
1596056362594.png
Vorderachse mit 2 Motoren, z.B. im Porsche 924 (Hinterachse antriebslos)

1596057007233.png
Hinterachse mit 1 Motor, z.B. im BMW M1

1596056415672.png
Hinterachse mit 2 Motoren z.B. im Ferrari F1.

1596057212115.png

1596056472439.png
Komplett-Chassis mit 4 Motoren.

Dazu gab es dann noch eine Antriebslose starre Hinterachse und zwei antriebslose Vorderachsen, eine starr, eine wo man Vorspur, Breite, Nachlaufwinkel und Sturz (z.B. im BMW M1) genau einstellen konnte.
 
Zuletzt bearbeitet:

UnknownUser69

Mitglied
Joa, das ist ja echt schön und gut.... aber hatten die Dinger vor 40 Jahren fette Brushless Motoren drin und sollten 150kmh laufen? Ich denke mal eher nicht. :confused:
 

S.nase

Mitglied
In einer Bahnrad Halle müßte man testen wo man den FahrerStand hin macht. In der Mitte vom Bahnoval muß man sich ständig mitdrehen, wie beim guten alten FesselAuto. Das gibt bestimmt einen Drehwurm im Kopf. Und ob man an einer oberen OvalBande noch genug Übersicht über das ganze Oval hat ist halt auch die Frage. Besonders bei so hohen Geschwindigkeiten.

Gyros selbst auf sehr glatten Asphalt funktioniert nicht richtig, weil die Gyrosensoren durch jede kleine Erschütterung durcheinander geschüttelt werden. Das funktioniert nur in einem homogenen Medium wie Luft oder unter Wasser. Auf Asphalt muß der Gyros entweder so stark gedämpft werden das er praktisch nicht mehr viel bringt, oder es müssen aufwendig die "Fehler" heraus gerechnet werden, was die Latenz stark vergrößert.

Das mit dem Direktantrieb wollte ich schon lange Mal probieren. Bei Offroadern ist zu wenig Platz in der Achsmitte, so das nur Felgenmotor möglich ist. Aber Felgenmotor macht die Federung für Offroad zu träge, weil das Gewicht an der Querlenkerspitze viel zu hoch wird. Bei den GP Riemen Onroadern ist da wenigstens etwas mehr Platz in der Mitte, so das es zumindest möglich ist da hinten einen großen(ReturnerR7 4008)und vorn zwei sehr kleine(?) Outrunner unter zu bekommen. Das mit dem Synchronisieren des Schlupf beim Beschleunigen könnte tatsächlich schwierig werden. Wie ich das Problem löse, kann ich jetzt noch nicht vorhersagen. Vielleicht indem ich per Mischer die MotorLeistung bei Lenkkorrekturen einseitig auf der Vorderachse reduziere. Da hoffe ich wie so oft, auf eine simple Lösung beim Praxistest.

Mit den drei Bürstenmotoren ist das deutlich einfacher, weil alle drei Motoren von einem ESC versorgt werden, somit elektrisch mit einander gekoppelt sind und sich daher die ESCenergie automatisch optimal verteilt(=Lastverteilung abhängig von der Motorbelastung jedes einzelnen der drei parallel geschalteten Motoren).

Erst Mal versuche ich mich an dem klassischen Konzept mit einem Inrunner mit HZ und Riemen zur SpoolFrontachse. Wenn ich mich so durch meine TeileKiste des s835 wühle, scheinen noch genug Teile für mindestens noch einen zweiten s835 vorhanden zu sein.
 

M1-Fahrer

Mitglied
Denkbar wäre wohl, die Syncronisation mittels eines kleinen Rechners (Ardiuno oder so) zu machen. Dazu bräuchte es Umdrehungssensoren an den Radachsen, ob da ein Impuls pro Umdrehung reicht, weiß ich nicht, oder ob man das genauer machen müsste, z.B. mit Hilfe eines Drehsensors wie er früher in Kugelmäusen für Computer verbaut war, die liefern zwei zueinander versetzte Sinussignale, 100-200 Wechselimpulse pro Radumdrehung sind da möglich und man kann die Drehrichtung herauslesen. Damit weiß man sehr genau, wie schnell sich eine Achse dreht, und in welche Richtung. Als Störfaktor muss man noch den Lenkeinschlag und den Achsabstand des jeweiligen Modells wissen, um den Kurvenradius innen und außen in der Radumdrehung zu kompensieren. Das wiederum speist man anstelle eines normalen Fahrtreglers in die Motoren ein und hat somit ein rückgekoppeltes sich selbst stabilisierendes System.

Die Alternative wäre wohl wie bei Brösels Red Porschekiller Horex...

1596088537041.png
 

Kasi-Hasi

Grashüpfer
Ich glaub ne Bahnrad-Halle ist keine gute Idee.

Mal davon abgesehen, dass dich da vermutlich keiner reinlässt mit dem Auto ist das Kurvenfahren da gar nicht ohne. Wie schnell fahren die Strampler denn da, 60, 70kmh? Wenn du da mit der doppelten Geschwindigkeit in die Kurve willst fliegst vermutlich ab.
 

S.nase

Mitglied
In einer 45grad Steilkurve erhöht sich die Reifenabdruck Kraft im gleichen Verhältnis wie die Kurve Fliehkraft. Die höheren Kurvengeschwindigkeiten sind da weniger das Problem auf einem Bahnrad Oval, solange die Federung entsprechend angepasst ist. Ne möglichst lange Radrennbahn mit mindestens 45grad Kurvenüberhöhung wäre optimal. Rundenzeiten bei 150kmh+ von weniger als 6sec sehe ich da eher als Problem. Ausprobieren würde ich es auf jeden Fall gern mal.

Mit einem altem VESCs konnte man zwei Brushlessmotor exakt syntkron rotieren lassen. Wobei das ja die Differenzialwirkung völlig aufhebt, was ja letztendlich nicht das Ziel bei meinem VorderachsAufbau ist. Ich bräuchte ja eher eine Traktionskontrolle auf der Vorderachse.
 

S.nase

Mitglied
Wieviele Sekunden muß man die Geschwindigkeit halten, damit der GPS Logger drei saubere SatellitenWerte aufzeichnet? Unter Bäumen wird ja der Satellitenempfang ja eher mager sein, sprich Kontakt zu weniger Satelliten also ungenauere(gerundete) Messergebnisse.
 

UnknownUser69

Mitglied
Ach, das geht mit den Bäumen, da hat man ja nicht gleich keinen GPS Empfang mehr.

Ansonsten aktualisiert der glaube ich 1x pro Sekunde, also müsste man die Geschwindigkeit mind 2 Sekunden halten.
Es gibt aber auch einen besseren Speedlogger von SkyRC mit 10Hz (aktualisiert als alle 0,1sek und man muss die Geschwindigkeit nur 0,2sek halten).
 

Kasi-Hasi

Grashüpfer
normalweise hat so’n Empfänger 12-16 Satelliten. Wenn er das Signal einmal berechnet hat reichen auch mal nur 4-6 oder so. Der Renksoft zeigt das auch an, wieviele er hat.
 
Zur Positionsbestimmung reichen 3 Satelliten, mehr sind gut für eine genauere Positionsermittlung und zur ermittlung der Höhe. Letztere ist aber extrem ungenau und kann mehrere 100m abweichen.

Eine hohe Anzahl an Satelliten garantiert aber auch keine genaueren Werte, je dichter sie zusammen stehen, um so ungenauer die Position, das kann z.B. durch Abschattung in den Häuserschluchten einer Stadt oder im Gebirge der sein.
 
Top Bottom