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Rennbericht [09.-10.03.2019] fünfter Lauf "HK Cup" MSV Huertgenwald e.V.

Dieses Thema im Forum "Berichte von Veranstaltungen, Messen, Wettbewerben" wurde erstellt von Elektroman99, 11. März 2019.

  1. Elektroman99

    Elektroman99 Autor

    „Willkommen im Naturpark Eifel“


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    ...eine gemütliche Turnhalle und RC Racing wie man es familiärere nicht so oft findet, der 5te HK Cup in Hürtgenwald.




    Naturpark Eifel

    Es ist Samstagabend und ich fahre an Brühl vorbei… mein Routenplaner verweist mich auf die Ausfahrt und dann auf eine Landstraße… Ich fühle mich recht verlassen, denn es ist regnerisch, dunkel und außer Land sieht man auf der Landstraße nicht viel… es folgt ein stetiger Wechsel zwischen Kreisverkehr, Landstraßen und vereinzelt – sehr selten – Ortschaften.
    Irgendwann schaue ich erstaunt auf das an der Landstraße stehende Schild… „Willkommen im Naturpark Eifel“. OK… Ja, Hürtgenwald ist ein Teil der Eifel, aber dass man die ganze Eifel als einen Naturpark klassifiziert… OK… „Willkommen in der Eifel“.



    Es findet sich immer jemand

    Robert Gillig (Referent für Elektro Offroad 1:10 im DMC) sagte einmal in einem allgemeinen Plausch im Fahrerlager im MCL – aber wir kennen uns auch aus dem Hessencup – die folgenden weisen Worte:
    „Es ist eigentlich egal wie schlecht man ist, man findet auf Rennveranstaltungen immer jemanden auf dem gleichen Level…“
    Obwohl zum 5ten und letzten Rennwochenende des HK Cup’s wohl primär die Fahrer erscheinen, die auch Hoffnung auf eine gute Platzierung in der Gesamtwertung haben, somit alle im ORE Bereich erfahren sind, finden sich dann in den Finalläufen in der Gruppe C doch Fahrer mit sehr nah beieinander liegenden Fahrqualitäten.



    Rennverlauf allgemein

    Ich reiste am Samstag an um noch ein wenig auf der Strecke testen zu können. Nach einer Orientierungsphase wo und wie das Fahrerlager ist… also in Umkleidekabinen habe ich noch nicht so oft gesessen und es war auch etwas „eng“. In Teilen waren auch Personen im Waschraum, aber „Elo Buggy“ und Dusch- / Waschraum… da hat man doch ein etwas komisches Gefühl.

    Am Samstag sitze ich, ein wenig im Durchgang einer umkleide und schaffe es aber, relativ schnell meinen Buggy auf die Strecke zu bringen. Alle sind im Trainingsfieber und haben den Tunnelblick. Ich erkenne einige Fahrer aus dem NRW 1:8 Buggy Cup, aber sie erkennen mich nicht.

    Um 22 Uhr drehen weiterhin einige Ihre Runden, aber ich bin erst einmal fertig und habe ja noch eine längere Heimreise.
    Am Sonntag komme ich um kurz nach 8 Uhr an. Die kurze „Trainingszeit“ verwende ich, um noch einmal die anderen Reifen zu testen und Setup zu prüfen. Dann geht es los… Zuvor zog ich dann aber noch kurz mit meinem Tisch und Fahrerplatz in den Duschraum um, die Umkleide war einfach zu voll und es wollten dort 4 Fahrer die sich kannten zusammen sitzen… OK Duschraum, Elo Buggy… Kurzer prüfender Blick… keine Druckdusch-Verschlüsse, sondern überall etwas zum drehen… dann ist ja alles Save und ich richtete mich häuslich ein… hatte ja einen ganzen Duschraum für mich…

    In den Vorläufen erkennt mich dann doch der eine und andere Fahrer aus dem OR8 NRW Cup. Im ersten Vorlauf verabschiedet sich mein Hauptzahnrad, netter weise genau nach der Einführungsrunde. Na ja, es hätte ja auch gut gehen können, der Grund war eine gelockerte Madenschraube im Motorwellenzahnrad. Na ja „Öfter was Neues“ denke ich mir…
    Im 2ten und 3ten Vorlauf geht es besser, aber ich brauche zu beginn immer ein bis 3 Runden um rein zu kommen. Teilweise kann man dann an meinen Fehlern sehen, wann ich mich nicht konzentriere. Ich experimentiere dann noch etwas mit der Höhe, denn Bertram Kessler hatte mich bei einem Vorlauf gesehen und gleich mal „beraten“.
    Nach den Vorläufen war dann eine minimale Mittagspause, die einige Fahrer noch schnell zum zwischen Training nutzten. Ich hatet mich hier und da mit Anke Müller von SMI fest gequatscht und so verging die Zeit schnell.

    Der erste Finallauf steht an, alle kommen um die erste Kurve gut rum und nach der ersten Runde reit sich alles ein. Am Ende schaffe ich es sogar noch einen Platz heraus zu kämpfen…
    Der zweite Finallauf war etwas chaotischer, In den ganzen Massenunfällen kam ich noch gut weg und konnte einen der vorderen Plätze ergattern. Leider verfehlte ich wohl in der vorletzten Runde die Zählschleife… aber That‘s Racing.
    Im letzten Finallauf ging es, ich schaffte es nach dem ich meine Anfangsfehler ausgeglichen hatte sogar fast an den nächst höherem Platze, viel dann aber doch wieder zurück.
    Alles im Allen dann doch wenig Defekte, gut noch ein paar alte Reifen weg Gefahren und wieder „Nenngeld“ raus gefahren… ein gutes Training.



    Viele Hände…

    Vor dem dritten Finallauf habe ich bereits einen Großteil meines Materials aufgeräumt oder verstaut. Nach dem dritten Finallauf geht es dann sehr schnell… Lagerspannung bei allen Akkus und in der zeit wird Tisch abgebaut und einiges Sperriges Zeug in’s Auto getragen.
    Es beginnt dann die Unterstützung des verbliebenen Fahrerlagers beim Abbau der Strecke und der Metamorphose der Rennstrecke zurück zur Turnhalle, wie man sie in einem Schulzentrum kennt.
    Und da ist es wieder, eine blitzschnelle Aktion, denn „Viele Hände, schnelles Ende“ Spruch passt hier am besten. Alle fassen mit an und so ist der Rückbau der Strecke und das Verstauen der Materialien schnell erledigt.
    Ich frage mich derweilen wieder, wie viele Schüler sich ab und an im Geräteraum einer Turnhalle fragen, was diese Schwarzen – oder grauen – Teppichrollen in einem Turnhallen Geräteraum zu suchen haben.



    Ein Kopf an Kopf Fight

    Total faszinierend war, dass ich in allen drei Finalläufen 3-4 Fahrer hatte, die ähnlich zu meinem Level unterwegs waren. Daraus ergaben sich angenehm schöne Kopf an Kopf Fights und es war wirklich sehr spannend… Ich merkte immer sehr schnell, wenn ich mich zu sehr auf meine Verfolger und den von mir gejagten Buggy mit konzentrierte… meist quittierte das meine kleine Teppich Spinne mit einem Fahrfehler, der mich wieder einige Meter näher an meine Verfolger brachte, quittierte.

    Teilweise merkte ich auch, wie mein Verfolger näherkommt und ich das Zwischenergebnis 1 Minute vor Rennende als eine Erleichterung empfand… Aber genau das war es, genau das wollte ich…. Es ist ein simpler Unterschied ob man sportlich nach Regeln in einem Rennen fair fighted oder ob man einfach so oder einfach so auf einem Rundkurs fährt.

    Bei ersten Finallauf schaffte ich es wirklich… erst verlor ich meinen Startplatz direkt beim Start an meinen hinter mir startenden Buggy. Fahrfehler meinerseits… C’est la vie… dann konnte ich an Ihn ran… an Ihm vorbei und … ich kam an den nächsten heran… eher unbewusst schaffte ich es diesen auch nach der Zielschleife und kurz vor der Graden im Kurveninneren zu Überholen… „Ergebnis nach 4 Minuten…“ hörte ich noch… dann war Konzentrieren angesagt… keinen Fehler… jedes Hindernis genau anfahren… immer wieder die Frage… „ist er näher gekommen?“ und einfach nur Spannung pur.

    Ein begeistertes „Aaalter! ( …war das geil!)“ entwich mir, als ich vom Fahrerstand hüpfte.



    Fahrerlager

    Nun, das hatte ich irgendwie noch nie… in Schulumkleiden und Waschräumen. Einige setzten sich im Kreis, einige zu kleinen Quadraten und wieder andere in nützlicher Verbindung an die Waschbecken. Interessant finde ich, als ich Schüler war, hätte ich niemals daran gedacht, dass erwachsene Männer an einem Wochenende mit ihren Klapp- und Campingtischen in solchen Räumen sitzen und an Modellautos schrauben.

    Oben im Quergang warne Fensterscheiben aus denen ab und an Fahrer aber auch Besucher und Zuschauer sich das „etwas untypische“ treiben in einer Sporthalle anschauten. An dem Wochenende hatte die Feuerwehr auch eine Aktion in der Schule und so kam es, dass bei dem einen oder anderen Rennverlauf sogar der „Freundliche Helfer der Feuerwehr“ einen interessierten Blick auf das Geschehen warf.

    Aber auch im Geräteraum und einem kleinen freien Stück Turnhalle hatten sich Fahrer als „Fahrerlager“ niedergelassen. Es zeigte einmal mehr, was alles möglich ist, wenn man es nur will.



    Background

    Klaus (Hürtgen) sitzt gelassen hinter seinem Laptop. Fleißig und verlässlich hängen einen Lauf später die Ergebnisse des Vorlaufes an der Turnhallen Wand. Ab und zu ein Gespräch mit Fahrern und Besuchern, dann wieder die fragende Durchsage, weil ein Helfer nicht antritt oder ein Fahrer in der Startaufstellung fehlt. Am Ende als es an die Siegerehrung geht und Klaus mit letzter Kraft gefühlt 277x um Ruhe bittet – in Wirklichkeit waren es glaube ich 8x - tat Klaus mir auch etwas leid. Keine technische Zeitnehmeranlagen-Panne, zeitlich schnelle Ergebnisse und immer wieder der ein fairer Hinweis, eine Backgroundleistung die wirklich bemerkenswert ist und den HK Cup sicherlich auch prägt.

    Chapeau! Klaus

    Also mit so viel Ruhe, Gelassenheit und auch Durchhaltevermögen einen solchen Job machen… das hat schon was und dafür ein extra großes Dankeschön!



    57 km

    Ich schaue auf den Routenplaner… 57 km Luftlinie…ach, dann brauch ich mich bzgl. Übernachtung ja nicht kümmern. Na, der Routenplaner schmiss mir dann aber doch 1 Stunde und 15 Minuten raus. Grade auch als der Sturm am Sonntag noch einmal seine volle Wucht entfaltete und eine kleine Landstraße gesperrt war… na ja… 57 km Luftlinie können in Autominuten schon ganz schön lang werden.



    Man kennt sich

    „Ach… Hallo!“ und ein freundlicher Händedruck kommt von Sascha Hellenmeister. Wir unterhalten uns noch über den NRW Cup OR8, wie er mit der SDX4 Spyder zurechtkommt und wo er die Schwierigkeiten der Strecke sieht. Sascha und einige andere Fahrer kannte ich aus dem NRW OR8 Cup, wieder andere Fahrer waren mit von „Tripple Day“ Event aus Langenfeld bekannt. Kurz denke ich mir… anscheinend ist der Kreis der verrückten, die dieses Hobby so betreiben doch recht „klein“.



    Besuch von SMI

    Auch SMI schaut in den Personen Bertram Kessler und Anke Müller vorbei, unterstützen die Xray Fahrer und begleiteten die Siegerehrung mit. Natürlich ist auch ein wenig der Fahrerüberhang der Xray Fahrer zu spüren, aber da es im RC Rennsport eher freundschaftlich zwischen den Fahrern ab geht, der Ehrgeiz und das Konkurrenzdenken auf dem Fahrerstand bleibt, ist es interessant den Support anzusehen. Bertram und Anke kenne ich ja aus dem Hessencup und um so herzlicher verlief die Begrüßung ab. Mit Anke hatte ich mich über das „Beside the Race“ YouTube Projekt etwas unterhalten. ( #besidetherace )




    Der Cup

    Der HK Cup hat einen sehr familiären Hauch, im positiven Sinn gemeint. Die Fahrer kennen sich untereinander und das Fahrerlager ist sehr dicht gedrängt. Auch der supportende Verein MSV Huertgenwald e.V. und HK Modellbau ist deutlich zu spüren, auch das im positiven Sinne. Lobend möchte ich hier auch die Klasse „Hobby Jugend“ hervorheben, denn der HK Cup zeigt so, wie man auch bei einem solchen Cup die Jugendlichen fördert. Diese Jugendförderung war auch an den Jugendlichen im Fahrerlager deutlich zu spüren.



    Der Verein:

    Der MSV Huertgenwald e.V. ist ein bereits älterer und erfolgreicher Modellbauverein. Er verfügt über verschiedene Sparten und betreibt zusätzlich eine Outdoor Offroad strecke die auch im OR8 NRW Cup stetig unter den zu fahrenden Strecken zu finden ist. Auf dem 5ten Lauf des HK Cup ist der Verein durch ein „ausgewogenes“ und erfolgreiches Catering und Manpower Support in Erscheinung getreten und dafür machte der Verein und seine Fahrer ein guter Eindruck.



    So ohne Weiteres…

    …ist eine solche Aktion nicht durchführbar. Es beginnt mit den Vorbereitungen, der Organisation im Hintergrund, der bereit gestellten Technik, den Gesprächen mit der Gemeinde und der Koordination im Verein selber. Es 1001 Kleinigkeiten die im Hintergrund stattfinden und die den eigentlichen RC Rennfahrer nicht direkt interessieren.
    Doch damit das so ist, bedarf es einiger helfender Hände, einigem organisatorischen Geschick und sicherlich auch Erfahrung einiger weniger. Hier steckt viel gegenseitige Hilfsbereitschaft, gegenseitiges Vertrauen aber auch Verbundenheit zum Verein und Verbundenheit zur Veranstaltung drin.
    Viele Fahrer vergessen, dass ohne diese Arbeit und Tätigkeit eine solche Veranstaltung nur stark eingeschränkt oder gar nicht stattfinden würde.
    Aus diesem Grund: Vielen Dank an jeden einzelnen der in welchem Ausmaße auch immer im Hintergrund geholfen hat.



    Links:

    Homepage des Vereins:
    http://auto.msv-huertgenwald.bplaced.de/site/

    Homepage des HK Cups 2018:
    https://www.facebook.com/HKCup18/


    Andere Rennberichte (Facebook):
    Dirk Kirchwehm -> https://goo.gl/en3ZFV
    Mick Burbach -> https://goo.gl/Cxx2fX
    Lena Hürtgen -> https://goo.gl/X78NHK



    Platzierung:


    1:10 ORE4WD:

    1) Holzknecht Yannik
    2) Becker Jens
    3) Hähnel Ronny

    B-Finale: Klein Markus


    1:10 ORE4WDST:

    1) Burbach Mick
    2) Kottbus David
    3) Hellenmeister Sascha

    B-Finale: Arzenheimer Andree
    C-Finale: Fuhs Peter


    1:10 ORE2WDST:

    1) Burbach Mick
    2) Kottbus David
    3) Olbrich Brian

    B-Finale: Rademacher Lennard


    1:10 ORE2WD:


    1) Becker Jens
    2) Holzknecht Yannik
    3) Schmitz Nikolas

    Hobby und Hobby Jugend führe ich hier mal nicht auf.





    Das kannst Du auch...
    (Du weißt was jetzt kommt… !)


    Die Leser die bis hier her gelesen haben und Interesse nach mehr verspürt haben und sich fragt: „Könnte ich da nicht auch teilnehmen?“


    Ja DU kannst!
    :)


    Eine Rennteilnahme / Event Teilnahme ist so einfach, alles was Dich ggf. an der Teilnahme hindert sind Vorurteile, falsche Ängste und das bisschen fehlender Mut einmal etwas Neues zu probieren! Es ist viel leichter als man selber denkt, einmal Blut geleckt und man ist dem Rennzirkus verfallen. Wer auch nur den Hauch eines Interesses verspürt, sollte einmal diesen Forenthread lesen, denn die eigene Teilnahme ist viel leichter als gedacht – wirklich - :

    Link zum Thread

     
    Zuletzt bearbeitet: 12. März 2019
    Joungmerlin gefällt das.

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